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US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump. 

Überraschende Kehrtwende

Trump lenkt plötzlich ein - und geht auf Gegner zu

Washington - In einem Versuch, die tiefen Gräben bei den US-Republikanern zu überwinden, ist deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump auf innerparteiliche Gegner zugegangen.

Trump erklärte in einer Kehrtwende am Freitag (Ortszeit), er wolle nun doch den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und Senator John McCain in deren Kampagnen für ihren Wiedereinzug in den Kongress unterstützen.

"Wir brauchen Einheit. Wir müssen diese Wahl gewinnen", sagte Trump bei einem Auftritt in Ryans Heimatstaat Wisconsin. Ryan sei ein "guter Mann und ein Guter", fügte der umstrittene Milliardär mit hochgestreckten Daumen hinzu. Auch Senator McCain sprach Trump nun seine "höchste Wertschätzung" aus. Dass er Ryan und McCain die Unterstützung für deren Kampagnen zum Wiedereinzug in den Kongress verweigert hatte, galt als beispielloser Affront. Selbst Trumps eigener Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten, Mike Pence, ließ öffentlich Distanz erkennen und stellte sich hinter Ryan. 

Die Fehltritte Trumps

hatten sich zuletzt gehäuft, seine Umfragewerte stürzten ab. Die Zahl republikanischer Politiker, die sich offiziell von ihrem Spitzenkandidaten lossagten, wuchs weiter. Zur Verärgerung der Partei hatten in den vergangenen Tagen vor allem Trumps Angriffe auf die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten beigetragen, mit denen der Kandidat nach Ansicht vieler Republikaner die Regeln des Anstands verletzt hatte.

afp

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