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In Kalifornien ziehen viele Trump-Gegner durch die Straßen.

Auch Abspaltung ein Thema

Wegen Trump-Wahl: Kalifornier wollen auswandern

Los Angeles - Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat rund um die Welt für Erschütterung gesorgt. In Kalifornien wollen einige Trump-Gegner nun bis zum Äußersten gehen.

Am Dienstagmorgen bereiteten sich viele Kalifornier noch darauf vor, die erste Frau im US-Präsidentenamt zu feiern. Einen Tag später denken zahlreiche Bewohner des liberalen Bundesstaates an der Westküste ans Auswandern. Seit dem Sieg des Rechtspopulisten Donald Trump verbreitet sich über Twitter unter dem Hashtag "Calexit" der Ruf nach einer Abspaltung - angelehnt an den Brexit.

"Wir nehmen unsere Anwälte, unser Marihuana und hauen ab", schreibt eine Internetnutzerin. Parallel zur Präsidentenwahl hatten die Kalifornier für die Legalisierung von Besitz und Konsum von Marihuana gestimmt.

Kalifornier verabscheuen Trumps Ansichten

Tausende Kalifornier gingen seit der Wahl auf die Straßen, um gegen Trump zu protestieren. "Das ist nicht mein Präsident", hieß es auf Plakaten. Der Republikaner steht für alles, was die meisten der 39 Millionen Kalifornier verabscheuen: Waffenfanatiker, Leugnen des Klimawandels, rassistische und sexistische Äußerungen. In dem in Sachen Klimaschutz vorbildlichen Bundesstaat, in dem auch viele spanischsprachige Einwanderer leben, fürchten zahlreiche Menschen, dass Trump all ihre Errungenschaften in Gefahr bringen könnte.

"Ich kann mich nicht mit Intoleranz, Sexismus und Rassismus identifizieren", schrieben viele Internetnutzer. "Ich bin nicht mehr länger Amerikaner, ich bin Kalifornier."

Nicht nur prominente Kalifornier wie Popstar Katy Perry ersetzten ihre Fotos in sozialen Netzwerken durch ein schwarzes Nichts - als Zeichen der Trauer über die Niederlage der Demokratin Clinton. Experten setzen aber darauf, dass Trump aufgrund des US-Systems starker Bundesstaaten die Uhren in Kalifornien nicht zurückdrehen kann.

afp

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