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Scott Walker ist offenbar das Geld für den Wahlkampf ausgegangen.

Republikaner wirft das Handtuch

US-Wahlkampf: Scott Walker gibt auf

Madison - 14 lange Monate vor dem Urnengang in den USA dünnt sich das Feld der Bewerber schrittweise aus. Nach Rick Perry stoßen Geldsorgen nun auch Scott Walker aus dem Rennen.

Im monatelangen Kampf ums Weiße Haus wirft ein zweiter namhafter republikanischer Kandidat das Handtuch. Wisconsins Gouverneur Scott Walker verkündete am Montag, seine Bewerbung um die US-Präsidentschaft umgehend auszusetzen. Eingeweihten Quellen zufolge ging dem 47-Jährigen in seiner Kampagne das Geld aus. Da Walker seine Bewerbung nur suspendiert und noch nicht offiziell beendet, kann er nach wie vor Spenden sammeln und Schulden leichter begleichen.

Er wolle „das Feld räumen“, damit eine „positive konservative Botschaft“ es an die Spitze schaffen könne, sagte Walker mit Blick auf den in Umfragen führenden Milliardär Donald Trump. Seine Mitbewerber rief Walker auf, es ihm nachzutun, damit die Amerikaner aus einem kleineren Feld an Bewerbern wählen könnten. „Am Ende wollen die Wähler, glaube ich, für etwas sein und nicht gegen jemanden.“ Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen.

Bei Verkündung seiner Kandidatur vor etwa zwei Monaten hatten Demoskopen Walker noch beste Chancen ausgerechnet. Zuletzt hatte er in Umfragen aber massiv an Boden verloren und kam im Durchschnitt nur noch auf knapp zwei Prozent Zustimmung unter den republikanischen Wählern. In der zweiten TV-Debatte der Partei hatte er vergangene Woche Trump dann direkt angegriffen, ansonsten aber keine gute Figur abgegeben.

„Ich habe Scott Walker gut kennengelernt“, twitterte Trump nach ersten Berichten über Walkers Ausstieg. „Er ist ein sehr netter Mensch und hat eine großartige Zukunft.“ Im Interview mit der „Washington Post“ zeigte sich Trump überrascht, dass es nicht besser gelaufen sei für Walker.

Vor knapp zwei Wochen hatte Texas' Ex-Gouverneur Rick Perry als erster der seinerzeit 17 republikanischen Bewerber aufgegeben. Ihm war schon zu Beginn der Kampagne das Geld ausgegangen. Wegen des mit 17 namhaften Bewerbern sehr breiten Feld an Bewerbern fällt den Politikern die Suche nach den im US-Wahlkampf lebensnotwendigen Geldgebern diesmal besonders schwer.

dpa

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