Trump-Anhänger:innen stürmen am 6. Januar das Kapitol in Washington D.C.. In der Menge war wohl auch Federico Klein.
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Trump-Anhänger:innen stürmen am 6. Januar das Kapitol in Washington D.C.. In der Menge war wohl auch Federico Klein.

Erste offizielle Verbindung

Mitarbeiter der Trump-Regierung verhaftet - Verwicklung in Sturm auf das Kapitol

Im Zuge der Ermittlungen um den Sturm auf das Kapitol wurde zum ersten Mal ein Mitglied der Regierung von Ex-Präsident Donald Trump festgenommen.

Washington - Von Anfang an war Federico Klein auf Donald Trumps politischem Weg dabei. Er half bereits im Wahlkampf 2016 und besetzte später einen Posten im Außenministerium. Jetzt wurde er in Virginia verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, am 6. Januar das US-Kapitol gestürmt zu haben und einen Polizisten mit einer Waffe angegriffen zu haben. Das berichtet die renommierte Tageszeitung Washington Post. Es ist die erste Festnahme eines Mitglieds des Regierungsapparats unter Trump im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Kapitol.

Trump-Mitarbeier verhaftet: Er war wohl beim Sturm auf das Kapitol dabei

Bei der Erstürmung des Sitzes des US-Kongresses im Januar waren Anhänger:innen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump in das Gebäude eingedrungen. Zeitgleich sollten Abgeordnete dort den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen. Die Eindringlinge randalierten, brachen in Büros ein und bedrohten auch Abgeordnete. Nach Schätzungen der Kapitol-Polizei hatten sich etwa 800 Menschen Zutritt zu dem Gebäude verschafft. Weit mehr als 10.000 Menschen seien auf dem Gelände des Kapitols gewesen. Auch Federico Klein war wohl in der Menge, wie Aufnahmen des FBI zeigen.

Der verhaftete Ex-Beamte hatte sein Amt einen Tag vor der Vereidigung des neuen Präsidenten Joe Biden niedergelegt. Am Freitag wurde er in Washington D.C. einer Richterin vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft will ihn bis zur Verhandlung in Haft behalten. Die Vorwürfe gegen Klein scheinen gut dokumentiert, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht, die der Washington Post vorliegen. Unter anderem soll der Trump-Fan versucht haben, eine Tür mit einem Polizeischild aufzustemmen und auch einen Beamten angegriffen haben.

Kleins Verhaftung stellt klar: Es waren Trump-Fans am Kapitol

Kleins Verhaftung ist die bisher direkteste Verbindung zwischen der Trump-Administration und den Randalierern und nimmt einigen Republikanern weiter Wind aus den Segeln. Denn einige Konservative hatten versucht, den Angriff von Ex-Präsident Trump wegzuschieben und ohne Belege Antifa beschuldigt. Dem entgegen stand schon früh, dass sich viele Personen, die im Zuge der Ermittlungen festgesetzt wurden, als Trump-Anhänger:innen beschrieben. Dennoch ist die Festnahme von Federico Klein wichtig: Denn seine politische Zugehörigkeit ist unbestreitbar.

Die Sicherheitslage am Kapitol in der US-amerikanischen Hauptstadt ist auch zwei Monate nach der Erstürmung weiter angespannt. Immer wieder gibt es Hinweise, dass Milizen weitere Angriffe planen könnten. Abriegelungen und Sicherheitskräfte können vorerst nicht weichen. (mam/dpa)

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