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Flug in die USA: Katharina Schulze erntet Shitstorm auf Instagram.

Diskussion auf Instagram

Grünen-Politikerin Schulze fliegt in die USA - und reagiert prompt auf Kritiker

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Die Grünen-Politikerin Katharina Schulze flog für mehrere Termine in die USA. Dafür hagelt es Kritik - doch die Fraktionsvorsitzende reagiert prompt.

In der aktuellen Klimadebatte geht es häufig darum, was einzelne Persönlichkeiten aus Politik und Co. machen. Immer wieder bekommen aktuell vor allem Politiker viel Kritik für ihre Flugreisen oder anderweitig klimaschädliches Verhalten ab, auch Greta Thunberg muss trotz hohem Einsatz Tadel an ihrer eigenen Person ertragen. Statt über die großen Themen zu debattieren, wird sich dabei immer wieder auf das Verhalten von Individuen gestürzt - frei nach dem Motto: „Entweder ganz, oder gar nicht.“ Das hat nun auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze zu spüren bekommen.

Grünen-Besuch in den USA: Schulze flog unter anderem nach Pennsylvania 

Die Abgeordnete im bayerischen Landtag flog für einen Besuch der Aktivisten des „Sunrise Movement“ in die USA. Die Gruppierung setzt sich für Umweltschutz gepaart mit sozialer Gerechtigkeit ein. In einem Instagram-Post schwärmt die Grünen-Politikerin von dem Treffen in Pennsylvania und versieht den Beitrag mit dem Hashtag „Katha unterwegs“. Doch dann brach ein Shitstorm über Schulze herein.

Auch eine weitere Politikerin der Grünen sorgte in Nordamerika für Aufsehen.

Shitstorm für Schulze auf Instagram: Umweltschutz vs. Individualverkehr

„Hoffentlich bezahlst du den Flug aus eigener Kasse, so wie das Shopping dort auch“, kommentiert ein User, ein anderer schreibt kritisierend: „In die USA jetten, um dort über Umweltschutz und das Klima zu plaudern.“ Von einem anderen Follower gibt es konstruktivere Kritik: „Kann man solche Konferenzen eigentlich nicht online gestalten?“, fragt sich der Kommentator und verweist auf Liveschaltungen. „Verstehe nicht, wie man versucht dem Familienvater den Diesel in der Stadt zu verbieten, für Klimakonferenzen aber durch die halbe Welt jettet.“ 

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Habt ihr schon mal was vom #sunrisemovement gehört? Ich habe einen Gruppe Aktivist*innen in #Lancaster getroffen und bin tief beeindruckt: die Jugendbewegung hat den #GreenNewDeal in die amerikanische Politik gebracht. Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz gehören zusammen und sie wollen dass neue, nachhaltige Jobs entstehen. Dabei fokussieren sie sich auf alle Politiker*innen und machen Druck, dass diese kein fossil fuel Money von den großen Öl- und Gasunternehmen mehr als Spenden annehmen, sondern in den Parlamenten Gesetze für eine ökologische Transformation einbringen. War ein super spannendes Gespräch - ich habe viel über amerikanisches #grassrootsmovement gelernt! Und wir haben uns über die Schönheit, aber auch Herausforderungen, von ehrenamtlicher Arbeit ausgetauscht und wie man sich besser vernetzen kann #sunrisemvmt #pennsylvania #usa #roadtrip #politik #grüne #kathaunterwegs #austausch

Ein Beitrag geteilt von Katharina Schulze (@kathaschulze) am

In den Kommentaren zu Schulzes Post ist damit erneut eine lange Diskussion losgebrannt, zugrunde liegt vor allem eine Frage: Dürfen sich Umweltschützer in einem solchen Ausmaß klimaschädlich verhalten?

Grüne rechtfertigt sich gegen Shitstorm - „Natürlich kompensiere ich“

In einem Kommentar schaltet sich Katharina Schulze selbst in die Diskussion ein. Sie sei nicht nur wegen dieses einen Treffens in die USA gereist, sondern habe ein paar mehr Punkte auf ihrer To-Do-Liste. So zum Beispiel einen Talk bei einer Konferenz an der University of Pittsburgh und Debatten am Rande des UN Climate Summit in New York. „Ihr seht also, die Woche ist voll gepackt“, schreibt die Politikerin. „Und an alle, die sich gerade wieder so aufregen: Natürlich kompensiere ich die Reise. Habt einen schönen Tag!“

Es ist nicht das erste Mal, dass Katharina Schulze für klimaschädliches Verhalten negative Kritik abbekommt. Anfang des Jahres gab es bereits fiese Beleidigungen wegen einer „Plastik-Panne“ der Grünen-Politikerin. Und während Schulze die GroKo harsch kritisiert, müssen auch Merkel und Kramp-Karrenbauer für einen vermeintlich unnötigen Flug geradestehen. In seiner ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ veräppelt Kabarettist Dieter Nuhr die Bewegung von Greta Thunberg - der Auftritt ruft heftige Reaktionen im Internet hervor. Noch sind nicht viele Informationen bekannt, doch fest steht: Eine bayerische Politikerin wurde in einer E-Mail sexuell beleidigt.

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