Wahlsystem und Kandidaten-Kür

US-Wahl 2020: Kandidaten, Wahlsystem und Termine - Ablauf der Präsidentschaftswahl

Alles zur US-Wahl 2020: Demokraten ermitteln bei Vorwahlen Kandidaten gegen US-Präsident Donald Trump - die wichtigsten Termin bis zur Wahl.

  • Bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 will Donald Trump gegen Joe Biden eine zweite Amtszeit erreichen.
  • Die US-Amerikaner wählen am 3. November 2020 ihren Präsidenten.
  • Im Wahlsystem spielen die Vorwahlen (Primaries) und Wahlmänner eine große Rolle.

Washington - Der Zweikampf um das Weiße Haus wird zwischen Donald Trump und Joe Biden entschieden. Beide setzten sich auf dem Weg zur US-Wahl 2020 in ihren Parteien durch. Wie immer haben die Präsidentschaftskandidaten der kleinen Parteien keine Chance auf das Amt.

Termin der US-Wahl 2020 im November

Die 59. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten 2020 findet am 3. November 2020 statt. Die Amerikaner wählen ihr Staatsoberhaupt nicht direkt. Stattdessen bestimmen sie an diesem Termin die 538 Wahlmänner und -frauen, die wiederum 41 Tage später in einer geheimen Abstimmung den neuen US-Präsidenten offiziell bestimmen. 

Die Wahl gilt aber als entschieden, sobald ein Kandidat die Mehrheit von 270 Stimmen aus diesem Electoral College hat. Aufgrund der Zeitzonen und der aufwendigen Klärung der Gültigkeit aller Stimmen liegt oft erst Tage nach dem Wahltag ein amtliches Ergebnis vor. 

US-Präsidentschaftswahl 2020: Sieger kommt am 20. Januar ins Amt

Einen neuen Präsidenten haben die Amerikaner offiziell ohnehin erst am 20. Januar 2021. Dann darf der Wahlsieger im Rahmen seiner Amtseinführung offiziell dasWeiße Haus beziehen. 

Die Bevölkerungsstärke eines Bundesstaats entscheidet über die Anzahl der Wahlmänner, die entsandt werden. Delaware stellt nur drei, Kalifornien aber 55 Mitglieder des Electoral College

Bei der US-Wahl geht es um die Mehrheit der Wahlmänner

Das in 48 Staaten verankerte Prinzip „The winner takes it all“ (Der Sieger bekommt alles) hat zur Folge, dass alle Stimmen der Wahlmänner an den Kandidaten gehen, der die Mehrheit erhält. Nur Maine und Nebraska teilen die Wahlmänner im Verhältnis also proportional zum Wahlergebnis auf.

Sollte es zu einer Pattsituation von 269 Wahlmännern kommen, hält das Wahlsystem eine Lösung bereit. In diesem Fall wählt das ebenfalls neu gewählte Repräsentantenhaus den Präsidenten. Dann hat jeder Bundesstaat nur eine Stimme. 

Bei vielen Staaten lässt sich der Wahlausgang relativ klar vorhersagen. Kalifornien geht traditionell an die linksliberalen Demokraten, in Texas haben die konservativen Republikaner stets das Sagen.

US-Wahl 2020 könnte durch Swing States entschieden werden

Eine oft wahlentscheidende Ausnahme bilden die Swing States, in denen keine der beiden Parteien eine Hochburg oder eine strukturelle Mehrheit im Laufe der Jahre aufbauen konnte. Dazu zählen Florida, Pennsylvania und Wisconsin und eigentlich alle Staaten, in denen von den beiden Senatoren je einer der demokratischen und der andere der republikanischen Partei angehört. 

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To Bernie and Jane, as friends, from Jill and me: You haven’t just run a political campaign; you’ve created a movement. And make no mistake about it, we believe it’s a movement that is as powerful today as it was yesterday. That’s a good thing for our nation and our future. We know how hard this is. You have put the interest of the nation – and the need to defeat Donald Trump – above all else. And for that we’re grateful. But we want you to know: we’ll be reaching out. You’ll be heard by me. As you say: Not me, Us. And to Bernie’s supporters: I know that I need to earn your votes. And I know that might take time. But I want you to know that I see you, I hear you, and I understand the urgency of this moment. I hope you'll join us. You're more than welcome: You're needed. Together we will defeat Donald Trump. But we will also address the climate crisis. We will make college affordable. And we will make health care available to all. We will not just rebuild this nation – we’ll transform it. And I’m asking you to join me: [Link in Bio]

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Vorwahlen zur US-Präsidentschaftswahl haben Kandidaten bestimmt

Die Vorwahlen haben entschieden, wer als Kandidat für eine Partei ins Rennen geht. Dabei stimmten Wähler darüber ab, für welchen Kandidaten die Delegierten ihres Bundesstaats auf dem nationalen Parteitag stimmen sollen. Die Stimmen gehen an die einzelnen Kandidaten proportional zu deren Wahlergebnis. Es gilt eine 15-Prozent-Hürde. 

Für den Parteitag der Demokraten werden insgesamt 4.750 Delegierte erwartet, 3.979 aus den Bundesstaaten und 771 Superdelegierte. Präsidentschaftskandidat wird, wer 1.990 Stimmen bekommt. Nachdem alle anderen Kandidaten ausgestiegen sind, bleibt als Präsidentschaftskandidat nur noch Joe Biden übrig. Andere prominente Kandidaten haben ihre Unterstützer dazu aufgerufen, sich für Biden einzusetzen.

Auf Seiten derRepublikaner stellt sich der amtierende 45. Präsident der USA, Donald Trump, erneut zur Wahl. Als Vizepräsident kandidiert mit ihm erneut Mike Pence. Die Gegenkandidaten innerhalb der Republican Party waren von Anfang an chancenlos. 

Demokraten mit hohem Altersdurchschnitt vor der Präsidentschaftswahl

Im breiten Feld der Demokraten räumte man von Beginn an dem sozialdemokratischen 78-jährigen Bernie Sanders, dem gemäßigten ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden (77 Jahre) und dem liberalen früheren New-Yorker-Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg (78 Jahre) die größten Chancen ein. Auch der erst 38-jährige Pete Buttigieg, ein homosexueller Bürgermeister aus dem Mittleren Westen, galt anfangs noch als chancenreich. Eine frühere Harvard-Professorin, die linksgerichtete Elizabeth Warren, hatte ebenfalls Außenseiterchancen. 

Der Auftakt zu den Primaries fand am 3. Februar im Bundesstaat Iowa statt. Das Ende der Vorwahlen wurde auf den 16. Juni in Washington D.C. festgelegt, die offiziellen Präsidentschaftskandidaten stehen nach den Wahlparteitagen der Parteien fest.

US-Wahl 2020: Vorentscheidung für Demokraten am 3. März

In Iowa konnte sich bei den Demokraten Pete Buttigieg durchsetzen, der später seine Kandidatur zurückzog. In New Hampshire machte sein parteiinterner Rivale Bernie Sanders das Rennen.

Als Superwahltag für die Vorwahlen gilt traditionell der „Super Tuesday“. Am3. März 2020 wurde in 14 Staaten Vorwahlen abgehalten, darunter in Kalifornien. Hinzu kamen das US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa und die Demokraten im Ausland. Insgesamt wurden ein Drittel der Delegierten-Stimmen vergeben. Am 10. März wählten weitere sechs Staaten, darunter Michigan, Washington und Missouri. Zu dieser Zeit begann sich das Feld der Bewerber einmal mehr zu lichten. Für Joe Biden wendete sich das Blatt nach einem verpatzten Start in die Vorwahlen.

Umfragen zur US-Präsidentschaftswahl

Mehrere Monate vor dem Wahltag zeigten die Umfragen zur US-Wahl 2020 einen deutlichen Vorsprung für Joe Biden. Dass diese Prognosen nicht immer zuverlässig sind, zeigte sich allerdings vier Jahre zuvor. Damals galt Trump als Außenseiter, holte aber dennoch den Wahlsieg. Es zeichnete sich ab, dass die Corona-Krise und auch die „Black Lives Matter“Bewegung für den Amtsinhaber zu einem Stolperstein auf dem Weg zu einer zweiten Amtszeit werden können.

Rubriklistenbild: © dpa / Evan Vucci

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