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US-Präsident Donald Trump.

Schwerer Schlag für Demokraten

Republikaner gewinnen Nachwahlen in zwei US-Bundesstaaten

Die Republikaner haben zwei Nachwahlen zum US-Kongress in den Bundesstaaten Georgia und South Carolina gewonnen und den oppositionellen Demokraten damit einen schweren Schlag versetzt.

Washington - In Georgia gewann am Dienstag die republikanische Kandidatin Karen Handel, in South Carolina der Republikaner Ralph Norman. Die Nachwahlen galten als wichtiger Stimmungstest für den skandalgeplagten republikanischen Präsidenten Donald Trump.

Bei den Nachwahlen waren zwei zuvor schon von Republikanern besetzte Sitze im Repräsentantenhaus neu zu besetzen, nachdem die bisherigen Mandatsträger in die Regierung berufen worden waren.

In Georgia setzte sich Handel in einem traditionell republikanisch geprägten Vorort der Großstadt Atlanta gegen den Demokraten Jon Ossoff durch. US-Medien zufolge lag sie nach Auszählung fast aller Stimmen mit 52,6 Prozent fünf Prozentpunkte vor Ossoff. In South Carolina setzte sich Norman knapp mit 51 Prozent durch, der demokratische Herausforderer kam auf 48 Prozent.

Ihre Siege zeigen, dass die Ernüchterung über Trumps Präsidentschaft nicht so groß ist wie die Demokraten gehofft hatten. Für die Republikaner ist das Ergebnis eine Erleichterung: Sie waren angesichts der Skandale um Trump vor allem besorgt, ob sie den Sitz in Georgia halten konnten.

Trump, der öffentlich zur Wahl von Handel aufgefordert hatte, gratulierte seiner Parteikollegin im Onlinedienst Twitter: "Gratulationen an Karen Handel zu ihrem großen Sieg", twitterte der Präsident. "Fantastische Arbeit, wir sind alle stolz auf Dich", schrieb Trump.

Die Vorsitzende des Nationalkomitees von Trumps Republikanern, Ronna McDaniel, wertete den Ausgang der Nachwahl als Bestätigung für Trumps Politik. "Heute haben die Menschen in Georgia nicht nur überwältigend für Karen gestimmt, sondern auch für die Agenda von Präsident Trump", erklärte sie.

Die Demokraten hatten auch bei früheren Nachwahlen in den Bundesstaaten Kansas und Montana Niederlagen einstecken müssen. Sie hatten alle dieser Urnengänge zum Referendum über Trumps Präsidentschaft erklärt. Im November 2018 finden die allgemeinen Kongresswahlen statt.

Ossoff sagte nach seiner Niederlage in Georgia, es sei "nicht der Ausgang, den sich viele von uns erhofft haben". Es sei aber "der Beginn von etwas, das viel größer ist als wir", sagte er vor seinen Anhängern offenbar mit Blick auf die Kongresswahlen im kommenden Jahr. Seine Partei werde "kämpfen", kündigte er an.

Andere demokratische Abgeordnete nannten Ossoffs Niederlage einen "Weckruf für die Demokraten". Die Partei könne nicht so weitermachen wie bisher, twitterte der Kongressabgeordnete Seth Moulton. "Wir brauchen eine vollkommen neue Botschaft", forderte er.

Im Video: Johnny Depp reißt fießen Trump-Witz

AFP/Video: SnackTV

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