Neben einer US-Flagge sitzend verkauft eine Frau in Port-au-Prince gebackene Bananen. Foto: John Cherry / Archiv
1 von 6
Neben einer US-Flagge sitzend verkauft eine Frau in Port-au-Prince gebackene Bananen. Foto: John Cherry / Archiv
Durch das Erdbeben eingestürzte Gebäude in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Foto: Shawn Thew/Archiv
2 von 6
Durch das Erdbeben eingestürzte Gebäude in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Foto: Shawn Thew/Archiv
Bis heute leben viele Erdbebenopfer auf Haiti in selbsgebauten Notunterkünften. Foto: Bahare Khodabande
3 von 6
Bis heute leben viele Erdbebenopfer auf Haiti in selbsgebauten Notunterkünften. Foto: Bahare Khodabande
Eine Frau geht durch eine zerstörte Straße in Port-Au-Prince: Bei dem Beben im Januar 2010 starben etwa 222 000 Menschen, mehr als 300 000 wurden verletzt. Foto: Shwan Thew/Archiv
4 von 6
Eine Frau geht durch eine zerstörte Straße in Port-Au-Prince: Bei dem Beben im Januar 2010 starben etwa 222 000 Menschen, mehr als 300 000 wurden verletzt. Foto: Shwan Thew/Archiv
Der Präsidentenpalast in Port-Au-Prince wurde durch das Erdbeben schwer beschädigt. Foto: Orlando Barria
5 von 6
Der Präsidentenpalast in Port-Au-Prince wurde durch das Erdbeben schwer beschädigt. Foto: Orlando Barria
Nach dem Erdbeben sucht ein Helfer in Port-au-Prince nach Verschütteten. Foto: Federico Gambarini/Archiv
6 von 6
Nach dem Erdbeben sucht ein Helfer in Port-au-Prince nach Verschütteten. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Übergangsfrist von 18 Monaten

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

Fast acht Jahre sind seit der Erdbebenkatastrophe in Haiti vergangen. Zeit für Zehntausende Flüchtlinge heimzukehren, finden die US-Behörden.

Washington (dpa) - Rund 59.000 haitianische Erdbebenflüchtlinge in den USA müssen in ihre Heimat zurückkehren. Die Menschen mit vorübergehenden Aufenthaltsstatus hätten dafür 18 Monate Zeit, teilte das US-Heimatschutzministerium an diesem Montag (Ortszeit) mit.

Alternativ könnten sie auch versuchen, ein US-Visum oder einen sonstigen Aufenthaltsstatus für die USA zu erlangen.

Haiti war am 12. Januar 2010 von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,0 heimgesucht worden. Mehr als 220.000 Menschen kamen ums Leben. Große Teile der Hauptstadt Port-au-Prince wurden verwüstet, auch der Präsidentenpalast stürzte ein. Die USA hatten seinerzeit knapp 60.000 Menschen aufgenommen.

Inzwischen hätten sich die Verhältnisse in der Karibikrepublik aber deutlich verbessert, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums in Washington. Die Übergangsfrist gebe den Betroffenen Zeit, sich auf die Rückkehr vorzubereiten und dem Land selbst, Vorkehrungen für die Aufnahme Zehntausender Landsleute zu treffen.

Haiti teilt sich mit der Dominikanischen Republik die Karibikinsel Hispaniola und ist das mit Abstand ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Auf einer Fläche von knapp der Größe Brandenburgs leben rund zehn Millionen Einwohner. In den USA gibt es mehr als eine halbe Million haitianischer Einwanderer. Eine ihrer Hochburgen ist das Stadtviertel "Little Haiti" in Miami (Florida).

Die politische Lage in Haiti bleibt nach Einschätzung der Vereinten Nationen politisch fragil. Mitte Oktober endete dort nach 13 Jahren die UN-Mission Minustah zur Stabilisierung des Landes. Nach dem Abzug der Blauhelmsoldaten verbleiben noch etwa 1300 Polizeikräfte, die das Land bei der Ausbildung von Beamten unterstützen, den Rechtsstaat stärken und die Einhaltung von Menschenrechten überwachen sollen.

Mitteilung des Heimatschutzministeriums

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Palästinenser verkünden einseitig Waffenruhe mit Israel
Zwischen Israel und der palästinensischen Hamas kommt es zur gefährlichsten Zuspitzung seit dem Gaza-Krieg 2014. Hunderte Raketen fliegen nach Israel, die israelische …
Palästinenser verkünden einseitig Waffenruhe mit Israel
Amnesty entzieht Aung San Suu Kyi wichtigsten Preis
Rangun (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Myanmars Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre wichtigste Auszeichnung wieder …
Amnesty entzieht Aung San Suu Kyi wichtigsten Preis
Brexit: Neue Dynamik, aber kein Durchbruch
Nachtsitzungen mit intensiven Verhandlungen: Die Brexit-Unterhändler geben sich nach eigenem Bekunden alle Mühe, aber es bleibt bei einer Geduldsprobe.
Brexit: Neue Dynamik, aber kein Durchbruch
Weltkriegsgedenken: Warnungen vor neuem Nationalismus
Der Papst forderte zum Weltkriegs-Gedenken ein Ende der "Kultur des Todes" und der blutigen Konflikte in der Welt. Und Macron mahnte, "alte Dämonen" stiegen wieder auf. …
Weltkriegsgedenken: Warnungen vor neuem Nationalismus