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US-Präsident Obama hatte nach dem G7-Gipfel in Elmau zu einem verstärkten Kampf gegen die radikalen Sunniten im Irak aufgerufen. Foto: Micheal Reynolds

USA senden Hunderte weitere Militärberater in den Irak

US-Präsident Obama schickt immer mehr Soldaten zurück in den Irak. Bald sollen schon wieder 3500 dort sein. Für die Falken in Washington sind das viel zu wenige. Doch Obama hat Sorge, dass die US-Operation gegen die Terrormiliz IS in dem Land außer Kontrolle gerät.

Washington (dpa) - Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entsenden die USA 450 weitere Soldaten in den Irak. Diese sogenannten Militärberater sollen dabei helfen, die Extremisten aus der westlichen Provinz Anbar zu vertreiben, teilte das Weiße Haus mit.

US-Präsident Barack Obama genehmigte den Schritt am Mittwoch und autorisierte dabei auch die Lieferung militärischer Ausrüstung an die irakischen Sicherheitskräfte. Diese sollen in der Region zudem an einem neuen Standort ausgebildet werden.

Dem Weißen Haus und dem Pentagon zufolge sind derzeit bereits rund 3100 amerikanische Soldaten im Irak. Nun steigt die Zahl der US-Truppen dort auf mehr als 3500. Die zusätzlichen Truppen sollen im Sommer in Anbar ankommen und irakische Soldaten für den Kampf gegen den IS trainieren und ausrüsten. Dessen Kämpfer hatten zuletzt die Hauptstadt der Provinz, Ramadi, unter Kontrolle gebracht.

Der Blickpunkt der Amerikaner richte sich nun verstärkt darauf, sie zurückzugewinnen, hieß es in US-Medien. Dadurch werde das Vorhaben, zunächst die zweitgrößte irakische Stadt Mossul aus den Händen der Extremisten zu befreien, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben - vermutlich auf 2016, schrieb die "New York Times". Die Hochburg sunnitischer Gegner der von Schiiten dominierten Regierung war vor fast genau einem Jahr von IS-Kämpfern eingenommen worden. Die strategische Neuausrichtung sei Teil wochenlanger Diskussionen innerhalb der US-Regierung gewesen, so die Zeitung.

Präsident Barack Obama hatte nach dem G7-Gipfel in Elmau zu einem verstärkten Kampf gegen die radikalen Sunniten aufgerufen. Zur Anti-IS-Koalition gehört auch Deutschland. Die Bundeswehr bildet kurdische Kämpfer im Nordirak aus. Zudem hat Deutschland Waffen an die Kurden geliefert.

Bericht WSJ

Bericht New York Times

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