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Vor dem Staatsbegräbnis des ehemaligen US-Präsidenten Bush

Im Alter von 94 Jahren verstorben

USA trauern um Ex-Präsidenten - Trump mit Ehrengeste für George W. Bush

Nach dem Tod des Ex-US-Präsidenten George H. W. Bush, wird Angela Merkel nun zur Trauerfeier nach Washington reisen. Die Kanzlerin änderte extra ihre Termine. 

Update, 4. Dezember 06.38 Uhr: Der Leichnam des ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush ist im Kapitol in Washington aufgebahrt worden. Dort wollten am Montagnachmittag (Ortszeit) Abgeordnete des Senats und des Repräsentantenhauses des Toten gedenken. Dabei wurde auch eine Ansprache von Vizepräsident Mike Pence erwartet. Bushs Leichnam war kurz zuvor mit militärischen Ehren am Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses, empfangen worden. Nach der Zeremonie mit den Abgeordneten im Kapitol können Bürger dort bis Mittwoch Abschied nehmen vom 41. Präsidenten der USA, der von 1989 bis 1993 regierte.

Trump erklärt Staatstrauer für Mittwoch

US-Präsident Donald Trump hat den Mittwoch zum Nationalen Trauertag erklärt. An dem Tag findet auch die zentrale Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale in Washington statt, an der Donald Trump und First Lady Melania teilnehmen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird erwartet. Bei der Feier soll unter anderem George W. Bush sprechen, der wie sein Vater ebenfalls US-Präsident war.

Beerdigung am Donnerstag

Danach soll Bushs Leichnam zurück nach Texas gebracht werden. Beerdigt werden soll er am Donnerstag in College Station in Texas auf dem Campus der A&M-Universität, die seine Bibliothek und sein Museum beherbergt. Bush war am Freitagabend im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Houston gestorben.

Trump hatte den Leichnam Bushs am Montagvormittag in Houston mit einem Regierungsflugzeug abholen lassen. Trump hatte die Maschine nach Texas geschickt, um Bush seinen Tribut zu zollen. Das Flugzeug dient als „Air Force One“, wenn der Präsident mit ihr reist.

Angela Merkel ändert Terminkalender: Kanzlerin reist zur Trauerfeier für Ex-US-Präsident Bush

Update, 3. Dezember 12.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist zur Trauerfeier für den verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush nach Washington. Merkel habe ihren Terminkalender geändert, um am Dienstag nach Washington fliegen zu können, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Unmittelbar nach der Trauerfeier am Mittwoch wird sie nach Berlin zurückkehren. Die wöchentliche Kabinettssitzung am Mittwoch findet nicht statt.

Bush, der von 1989 bis 1993 US-Präsident war, war am Freitag im Alter von 94 Jahren im texanischen Houston gestorben. In ihrem Kondolenzschreiben habe die Kanzlerin ihre "Hochachtung vor seinem langen erfüllten Leben" zum Ausdruck gebracht, sagte Seibert. Sie empfinde "tiefe Dankbarkeit", dass Bush die Sehnsucht der Deutschen nach Vereinigung erkannt und verstanden habe und ihnen dabei geholfen habe, "den Weg in die Wiedervereinigung zu gehen".

Auch Präsident Donald Trump nimmt an Trauerfeier für George H. W. Bush teil

Washington - US-Präsident Donald Trump wird an der Trauerfeier für seinen Amtsvorgänger George H.W. Bush teilnehmen. Wie das Weiße Haus am Samstag mitteilte, laufen die Vorbereitungen zu einem Staatsbegräbnis für den 41. Präsidenten der USA in der Kathedrale von Washington, an dem auch Trump und seine Ehefrau Melania teilnehmen werden. Für den 5. Dezember wurde eine eintägige Staatstrauer angeordnet.

Donald Trump beim G20-Gipfel in Argentinien. 

Donald Trump und der verstorbene Präsident hatten nicht das beste Verhältnis

Bush senior war am Freitag im Alter von 94 Jahren gestorben, knapp acht Monate nach seiner Frau Barbara. Die Beziehung zwischen Trump und Bush senior sowie seinem Sohn George W. Bush, dem 43. Präsidenten der USA, gilt als angespannt. Die Bushs hatten Trump bei der Wahl ihre Stimme verweigert.

Bei der Trauerfeier für die ehemalige First Lady Barbara Bush im April hatte sich Trump von seiner Frau Melania vertreten lassen. Offiziell hieß es zur Begründung seiner Absage, er wolle eine Störung der Zeremonie durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vermeiden.

Auch der nationalen Trauerfeier für Senator John McCain im September war Trump ferngeblieben. McCain, einer der schärfsten innerparteilichen Kritiker Trumps, hatte zu Lebzeiten klar gemacht, dass er eine Teilnahme des Präsidenten an der Trauerfeier nicht wünsche.

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AFP

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