+
Donald Trump entlässt Nationalen Sicherheitsberater Bolton. 

Erneuter Wechsel

Trump entlässt Nationalen Sicherheitsberater Bolton - das könnte sein Nachfolger werden

In den Kreisen des amerikanischen Präsidenten kündigt sich der nächste Wechsel an. So hat Donald Trump nun den Nationalen Sicherheitsberater Bolton entlassen. Es gibt Spekulationen über einen Nachfolger:

Richard Grenell

Update vom 11. September 2019: Mit dem Rauswurf des Hardliners und Scharfmachers John Bolton muss sich US-Präsident Donald Trump nun um den vierten Sicherheitsberater in seiner Amtszeit kümmern. Trump hatte Bolton am Dienstag überraschend wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten um seinen Rücktritt gebeten. Sein Nachfolger könnte jemand werden, der in Deutschland nicht unbekannt ist: Laut US-Medienberichten könnte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, den Posten als Trumps Sicherheitsberater bald übernehmen. 

Update, 20.41 Uhr: Der nächste Personalwechsel in Trumps Reihen scheint zu einem neuen Streitfall zu werden. Nachdem der amerikanische Präsident und der entlassene Nationale Sicherheitsberater John Bolton den Rauswurf komplett verschieden beschrieben (s.unten), melden sich nun auch andere zu Wort. So erklärte auch Außenminister Mike Pompeo, der vor der abrupten Personalentscheidung eigentlich noch eine gemeinsame Pressekonferenz mit Bolton hätte halten sollen, er sei auch „viele Male“ anderer Meinung als der Sicherheitsberater gewesen. 

Trump und Bolton führten bereits vor der Entlassung einen offenen Streit

So werden nach und nach verschiedene Punkte publik, in denen der Präsident und sein Sicherheitsberater unterschiedlich Ansicht gewesen sein sollen. Wie die dpa unter Berufung auf amerikanische Medienberichte meldet, habe es zwischen den beiden offenen Streit um Trumps Entscheidung gegeben, Vertreter der radikalislamischen Taliban auf den Präsidenten-Landsitz Camp David einzuladen - und das ausgerechnet kurz vor dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001. Außerdem wurden die Differenzen der beiden sichtbar, als Donald Trump überraschend ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un arrangiert hatte, dem der Sicherheitsberater jedoch fern blieb. So war Bolton auch als außenpolitischer Hardliner bekannt. Kommende Woche soll sein Nachfolger ernannt werden. 

Trump entlässt Nationalen Sicherheitsberater Bolton - doch der stellt Rauswurf komplett anders dar

Update, 18.31 Uhr: Der von Donald Trump entlassene Nationale Sicherheitsberater John Bolton hat der Darstellung des US-Präsidenten zu seinem Rücktritt widersprochen. Bolton schrieb am Dienstag auf Twitter, er habe am Montagabend angeboten, zurückzutreten. Trump habe daraufhin gesagt: „Lass uns morgen darüber sprechen.“ Trump hatte unmittelbar zuvor auf Twitter geschrieben, er habe Bolton am Montagabend zum Rücktritt aufgefordert. Am Dienstagmorgen habe Bolton dann seinen Rücktritt eingereicht.

Kurz vor dem Trump-Tweet am Mittag hatte das Weiße Haus noch mitgeteilt, Bolton werde in seiner Funktion als Nationaler Sicherheitsberater gemeinsam mit Außenminister Mike Pompeo und Finanzminister Steven Mnuchin vor die Presse treten.

Trump veröffentlichte dazu auch Tweets. So twitterte der US-Präsident unter anderem über Bolton, dass er „mit einigen seiner Vorschläge nicht übereinstimmt“ (englisch: „ I disagreed strongly with many of his suggestions, as did others in the Administration“). Weitere Angehörige der Regierung seien dieser Meinung.

Donald Trump entlässt Nationalen Sicherheitsberater Bolton 

Ursprungsmeldung vom 10. September 2019: Washington - US-Präsident Donald Trump hat seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton entlassen. Trump schrieb auf Twitter, er habe Bolton zum Rücktritt aufgefordert. Am Dienstagmorgen habe Bolton seinen Rücktritt eingereicht.

dpa

Der Wechsel, der sich nach dem Rauswurf von Bolton nun im Weißen Haus anbahnt, ist bei weitem nicht der erste seit Beginn der Amtszeit des amerikanischen Präsidenten. So trat unlängst beispielsweise der Arbeitsminister Acosta zurück.

Außerdem soll sich der Präsident schon vor einiger Zeit „nach Nachfolgern erkundigt“ haben, als er angeblich den Rauswurf seines Handelsministers Wilbur Ross vorbereitete. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Demokratin Elizabeth Warren tritt bei US-Vorwahlen 2020 an: So will sie Trump herausfordern
Elizabeth Warren tritt bei den US-Vorwahlen der Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur 2020 an. Die Juristin aus Oklahoma will mit sozialen Zielen die Wähler …
Demokratin Elizabeth Warren tritt bei US-Vorwahlen 2020 an: So will sie Trump herausfordern
US-Vorwahlkampf: Kamala Harris will gegen Trump antreten - doch für ihre Vergangenheit erntet sie Kritik
Kamala Harris dürfte im Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten vorne mit dabei sein. Wird sie als scharfe Kritikerin von Donald Trump Obamas Erbe …
US-Vorwahlkampf: Kamala Harris will gegen Trump antreten - doch für ihre Vergangenheit erntet sie Kritik
Kandidat bei den US-Vorwahlen 2020: Wird Andrew Yang erster Präsident mit asiatischen Wurzeln?
Nächstes Jahr wählen die USA ihren Präsidenten. Bereits jetzt laufen die US-Vorwahlen der Demokraten auf Hochtouren. Einer der Kandidaten: Unternehmer Andrew Yang. 
Kandidat bei den US-Vorwahlen 2020: Wird Andrew Yang erster Präsident mit asiatischen Wurzeln?
Wer ist der Demokrat Joe Biden? Bei den US-Vorwahlen 2020 startet er dritten Versuch
Joe Biden will der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden - trotz seiner 76 Jahre kandidiert er zum dritten Mal bei den US-Vorwahlen der Demokraten. 
Wer ist der Demokrat Joe Biden? Bei den US-Vorwahlen 2020 startet er dritten Versuch

Kommentare

Taiga_WutzAntwort
(1)(0)

Wissen Sie was? Dann bitte ich Sie dafür um Entschuldigung.

ArielfoureAntwort
(0)(0)

Ihre letzte Anmerkung ist schlichtweg beleidigend.

cashmerewolleAntwort
(1)(0)

... geile Satire.