Eine Fahne der USA hängt an einer Absperrung vor dem Kapitol in Washington D.C..
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Eine Fahne der USA hängt an einer Absperrung vor dem Kapitol in Washington D.C..

„Glaubhafte Berichte“

USA stellen Visa-Vergabe in der Türkei ein: Hinweise auf möglichen Terroranschlag

  • Felix Durach
    vonFelix Durach
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Die USA haben die Visa-Vergabe in der Türkei eingestellt. Grund dafür seien „glaubhafte Berichte über mögliche Terroranschläge“, wie die US-Vertretung mitteilte.

  • Die US-Vertretungen in der Türkei haben die Visa-Vergabe eingestellt.
  • Der USA liegen nach eigenen Aussagen „glaubhafte“ berichte über geplante Anschläge vor.
  • Nicht zum ersten Mal geraten die Auslandsvertretungen der USA in den Fokus von Anschlagsdrohungen.

Istanbul - Die US-Vertretung in der Türkei hat nach eigenen Angaben Hinweise auf potenziellen Terrorangriffe oder Geiselnahmen erhalten, die sich in der Türkei gegen US-Bürger oder das US-Konsulat in Istanbul richten könnten. Das wurde am Freitag verkündet. Bei der Stellungnahme der US-Vertretung wurden noch keine Einzelheiten genannt. Eine offizielle Stellungnahme der zuständigen Behörte steht noch aus.

USA stoppt Visa-Vergabe in der Türkei - US-Amerikaner zur Vorsicht aufgerufen

US-Amerikanern werde empfohlen, an Orten mit vielen Ausländern, erhöhte Vorsicht walten zu lassen, hieß es in der Mitteilung. Die Dienste der Botschaft und der Konsulate würden vorübergehend eingestellt. Die USA haben darauf die Visa-Vergabe in der Türkei gestoppt. Wie die US-amerikanische Botschaft in Ankara auf ihrer Internetseite mitteilte, sei der Grund hierfür „glaubhafter Berichte über mögliche Terroranschläge“. Die Maßnahme soll für alle diplomatischen Institutionen in der Türkei gelten. Also auch für die Konsulate in Istanbul, Adana und Izmir.

USA stoppt Visa-Vergabe in der Türkei: US-Vertretungen bereits mehrfach Ziel von Anschlagdsrohungen

Die US-Vertretungen in der Türkei waren schon mehrfach das Ziel von Anschlägen oder Anschlagsdrohungen. So wies die US-Regierung 2016 alle zivilen Angehörigen seiner Diplomaten in Istanbul an, das Land wegen einer wachsenden Anschlagsgefahr zu verlassen. Extremisten würden versuchen, US-Bürger in ihren Wohnvierteln in Istanbul anzugreifen oder dort, wo sie sich häufig aufhielte. Im März 2018 wurde die US-Botschaft in Ankara wegen einer Anschlagsgefahr geschlossen. Damals wurden laut Medienberichten mehrere mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen.

Der Fokus in den USA ist derweil jedoch weiterhin auf die am 3. November anstehenden Präsidentschaftswahlen* gerichtet. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag lieferten sich US-Präsident Donald Trump* und sein Herausforderer Joe Biden* eine letzte Debatte vor TV-Publikum. (dpa/fd) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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