Blick auf das Südchinesischen Meer: Zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen streiten mehrere Länder über die Hoheit über Inseln und halb im Meer versunkene Riffe. Foto: Ritchie B. Tongo
1 von 5
Blick auf das Südchinesischen Meer: Zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen streiten mehrere Länder über die Hoheit über Inseln und halb im Meer versunkene Riffe. Foto: Ritchie B. Tongo
US-Verteidigungsminister Carter spricht auf der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. Foto: Wallace Woon
2 von 5
US-Verteidigungsminister Carter spricht auf der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. Foto: Wallace Woon
Ein philippinischer Soldat patrouilliert über die Insel Pagasa im Südchinesischen Meer. Foto: Ritchie B. Tongo
3 von 5
Ein philippinischer Soldat patrouilliert über die Insel Pagasa im Südchinesischen Meer. Foto: Ritchie B. Tongo
Ex-CIA-Chef Petraeus und Verteidigungsministerin von der Leyen unterhalten sich auf der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. Foto: Wallace Woon
4 von 5
Ex-CIA-Chef Petraeus und Verteidigungsministerin von der Leyen unterhalten sich auf der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. Foto: Wallace Woon
Soldaten hissen die philippinische Flagge auf Pagasa im Südchinesischen Meer. Foto: Ritchie B. Tongo
5 von 5
Soldaten hissen die philippinische Flagge auf Pagasa im Südchinesischen Meer. Foto: Ritchie B. Tongo

Südchinesisches Meer: USA und China auf Konfrontationskurs

Es ist zwar diplomatisch verpackt, aber dann reden die USA doch Tacheles mit China. Der US-Verteidigungsminister weist Peking zurecht. Ein ein Oberst der Volksbefreiungsarmee ist unbeeindruckt.

Singapur (dpa) - Mit einem verbalen Schlagabtausch haben die USA und China ihre unversöhnlichen Standpunkte zum Territorialstreit im Südchinesischen Meer unterstrichen.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter forderte China auf, sofort alle Aktivitäten wie Landaufschüttungen und den Bau permanenter Installationen auf umstrittenen Riffen zu stoppen. Die US-Verbalattacken entbehrten jeder Grundlage und seien kontraproduktiv, erwiderte Oberst Zhao Xiaozhuo von der chinesischen Volksbefreiungsarmee bei der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur.

Im Südchinesischen Meer zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen streiten mehrere Länder über die Hoheit über Inseln und halb im Meer versunkene Riffe. Die Region gilt als rohstoffreich. Wie Satellitenaufnahmen im April zeigten, baut China am umstrittenen Fiery Cross-Riff eine 3000 Meter lange Landebahn. Chinas Aktivitäten seit Anfang vergangenen Jahres seien beispiellos und besorgniserregend, sagte Carter. Er warnte Peking vor einer Militarisierung der Region.

"Wir wissen alle, dass es keine militärische Lösung der Streitigkeiten im Südchinesischen Meer gibt", sagte er vor Hunderten Verteidigungsexperten aus der Asien-Pazifik-Region. Carter kündigte eine "Seesicherheits-Initiative Südostasien" an, mit der 425 Millionen US-Dollar in die Region gepumpt werden sollen.

Am Shangri-La-Dialog nimmt auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen teil. Sie hatte am Samstag mehrere bilaterale Gespräche. Sie wollte am Sonntag im Plenum reden, unter anderem über Mechanismen zur friedlichen Konfliktlösung und europäische Erfahrungen damit.

Zhao bezeichnete die chinesischen Aktivitäten als "legitim, angemessen und berechtigt". Der chinesische Delegationsleiter spricht erst am Sonntag im Plenum der Konferenz.

Ohne China beim Namen zu nennen, sagte Carter, eine nachhaltige Sicherheitsstruktur in Asien habe keine Chance, wenn große Nationen kleinere nötigten und schikanierten. Erfolg gebe es nur durch Allianzen, die internationales Recht und Normen respektieren.

Shangri La Dialog 2015

Tagesordnung

IISS zum neuen Bericht

Carter Rede

IISS zu Carter-Rede

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona
In der spanischen Metropole Barcelona kam es am am Donnerstagnachmittag zu einem Terroranschlag. Ein Lieferwagen raste in der Nähe der Ramblas in eine Menschenmenge. …
Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona
Südkoreas Präsident: Nordkorea nähert sich "roter Linie"
Südkoreas Präsident Moon Jae In ist überzeugt davon: Einen neuen Krieg auf der koreanischen Halbinsel wird es trotz wachsender Spannungen nicht geben. Der höchste …
Südkoreas Präsident: Nordkorea nähert sich "roter Linie"
Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte
Seit 1964 erschütterte der Konflikt Kolumbien, über 220 000 Menschen starben bei Kämpfen zwischen Guerilla, Soldaten und Paramilitärs. Nun sind die letzten Waffen der …
Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte
Trumps späte Einsicht kann Proteste nicht stoppen
Trump hat lange gebraucht, um sich gegen die Rassisten von Charlottesville zu positionieren. Die Proteste im ganzen Land konnte er damit nicht stoppen.
Trumps späte Einsicht kann Proteste nicht stoppen

Kommentare