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Kandidaten Trump (l) und Clinton - die US-Regierung wirft Moskau vor, durch das Eindringen in Computersysteme die Präsidentschaftswahl beeinflussen zu wollen.

Erklärung der Geheimdienste

USA werfen Russland Hacking zur Wahlbeeinflussung vor

Washington - Indirekt hat es die US-Regierung schon seit längerem gesagt. Aber jetzt bläst sie zum Frontalangriff gegen Russland. Moskau stecke hinter Angriffen auf Computersysteme in den USA.

Die USA haben Russlands Regierung vorgeworfen, mit Hackerangriffen Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf zu nehmen. Das Heimatschutzministerium und das Büro des nationalen Geheimdienstdirektors veröffentlichten am Freitag eine entsprechende Erklärung. Man sei überzeugt, dass Russland hinter den Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen stehe.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im August gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf stark zugunsten von Hillary Clinton und somit gegen ihren Rivalen Bernie Sanders voreingenommen war. Die Enthüllungen führten zum Rücktritt von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz.

Später wurde bekannt, dass der Hackerangriff auf die Demokraten noch umfangreicher war. Schon damals verdächtigen Experten und Regierungskreise russische Hacker mit Verbindungen zu Regierungsorganisationen.

Die Enthüllungen durch Wikileaks und andere Webseiten stünden „im Einklang mit den Methoden und Motivationen Russland“, hieß es in der Erklärung wörtlich. „Diese Diebstähle und Enthüllungen zielen auf Einmischung in den US-Wahlprozess ab. Wir glauben auf der Basis des Ausmaßes (...) dieser Bestrebungen, dass nur Russlands ranghöchste Beamte diese Aktivitäten genehmigt haben könnten.“

Es sei zwar nach ihrer Einschätzung „extrem schwierig“ für einen Hacker, auch einen Staat, Stimmenauszählungen oder Wahlresultate durch Cybereingriffe zu manipulieren, so das Ministerium und der Geheimdirektor weiter. Diese Einschätzung basiere darauf, dass Wahlsystem in den USA dezentralisiert sei und es in Staaten sowie Kommunen eine Reihe von Schutzmaßnahmen gebe. Dennoch seien Wahlbeamte auf beiden Ebenen weiterhin dazu aufgerufen, wachsam zu sein.

dpa

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