Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück

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Prorussische Separatisten vor den Toren von Donezk. Foto: Luca Piergiovanni

USA und Russen werfen sich gegenseitig Truppenaufbau vor

Die Amerikaner sehen russische Soldaten in der Ukraine oder an der Grenze zu dem Land. Moskau wiederum wirft Washington vor, US-Soldaten ins Kriegsgebiet Donbass geschickt zu haben. Dabei sollten die Militärausbilder doch nur in der Westukraine bleiben.

Moskau/Washington (dpa) - Nach der Ankunft von 300 US-Soldaten in der Ukraine werfen sich Washington und Moskau gegenseitig einen Truppenaufmarsch um das Kriegsgebiet Donbass vor.

US-Soldaten seien - anders als bisher angekündigt unter anderem in Artjomiwsk, Sewerodonezk und Mariupol im Einsatz, sagte der russische Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium der Agentur Interfax zufolge.

Es müsse "Besorgnis" hervorrufen, dass sich Amerikaner direkt im Konfliktgebiet aufhielten, meinte der Ministeriumssprecher mit Blick auf Berichte des ukrainischen Fernsehens. Zugleich wies Konaschenkow neue Vorwürfe der USA über eine Militärhilfe für die Separatisten zurück.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, "überrascht mit ihrer Inkompetenz", sagte Konaschenkow. Harf hatte in Washington gesagt, dass es wieder einen zunehmenden Aufmarsch russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine gebe. Russland habe dort mittlerweile die größte Präsenz seit Oktober aufgebaut, sagte sie. "Die kombinierten Kräfte der Russen und der Separatisten brechen weiter die Bedingungen der Minsker Vereinbarung aus dem Februar", betonte sie. In der weißrussischen Hauptstadt Minsk waren im Februar eine Waffenruhe und ein Friedensplan ausgehandelt worden.

Die Aufständischen verfügten noch immer über viel Artillerie und zahlreiche Raketenwerfer in unerlaubten Gebieten. Das russische Militär habe zudem weitere Luftabwehrsysteme in die Ostukraine gebracht und viele davon näher an die Frontlinie verschoben, betonte Harf. Die Separatisten seien nicht zuletzt von den Russen eingehend trainiert worden. Dabei seien auch russische Drohnen eingesetzt worden.

Russland hatte zuletzt mehrfach die Anwesenheit westlicher Militärausbilder in der Ukraine kritisiert und vor einer Destabilisierung der Lage in dem Land gewarnt. Im Einsatz sind auch Dutzende britische Soldaten. Zudem erwartet die Ukraine 200 Kanadier. Die US-Soldaten hatten Anfang der Woche in der Westukraine im Raum Lwiw (Lemberg) mit der Ausbildung von Hunderten Soldaten begonnen. Ein Einsatz der westlichen Militärausbilder im Kriegsgebiet war nach offiziellen Angaben aber nicht vorgesehen.

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