+
Die User tendieren zu Studiengebühren.

"Gleiches Recht für alle"

Studiengebühren? Das sagen unsere User

München - Erst dreieinhalb Prozent der Wahlberechtigten haben sich beim Volksbegehren gegen die Studiengebühren eingetragen. Die Erwartungen lagen wesentlich höher. Das sagen unsere User zu der geringen Beteiligung.  

Soisses: "Erst wird herumgeschrien, daß die Studiengebühren abgeschafft werden müssen, wenn sie aber ihren Hintern bewegen müssen und sei es nur zur Gemeinde oder Rathaus, um eine Unterschrift zu leisten, ist ihnen das schon zu viel! Es ist dasselbe Spiel wie damals mit Volksentscheid G8 und G9, als sie wählen konnten, waren es zu wenige, aber hinterher beschwerten sie sich wieder! Es ist immer dasselbe mit diesen Bürgern, die Klappe immr auf, aber nicht handeln wollen"

Martl: "Es geht doch hier erstmal drum, für alle wahlberechtigten Bürger überhaupt erstmal die Möglichkeit zu schaffen, in einer freien und geheimen Abstimmung für oder gegen die Studiengebühren zu votieren... Ob ich dafür oder dagegen bin, weiß ich selber noch garnicht, aber ich werde auf jeden Fall zur Gemeinde gehen und mich eintragen, DAMIT wir ÜBERHAUPT abstimmen können ;-)"

Realist: "Wenn ich das schon lese, Studenten glänzen durch Abwesenheit. Die Eltern und Großeltern die zahlen müssen stimmen ab. Den Studenten geht es allen zu gut. Warum sollen sie abstimmen? Die alten zahlen doch eh. Wir machen lieber Party. Unglaublich was da für eine Egoistengeneration heranwächst. Das soll dann mal unsere spätere Elite sein? Klar dann wird in den Banken und gewissen Gremien (Politik, Justiz usw.) wo die dann sitzen noch mehr beschissen bis das ganze System endgültig zugrunde gegangen ist."

Fritz: "Jeder andere muss auch für Fortbildung oder Weiterbildung bezahlen. Siehe beispielsweise Handwerksmeister oder Techniker. Nur bei den Studenten darf immer alles nichts kosten!"

Brummsverrecknochmal: "Ich bin für die Studiengebühren solange Meister, Techniker und andere Fortbildungen auch Geld kosten, wenn dann schon gleiches Recht für alle und nicht nur für ein paar!"

Don Camillo: "Ich find`s nur immer wieder interessant, wie die Bürger die Tatsachen verdrängen - ich habe im Freundes und Bekanntenkreis viele Abiturienten und ehemalige Studenten:

20 - 30% davon sind in dem Job untergekommen, den sie studiert haben und verdienen gut bis sehr gut. Weitere 30 - 40 % sind branchenfremd angestellt, können ihr Wissen aus dem Studium gar nicht nutzen und verdienen nicht annähernd das was sie sich erhofft hatten. Der Rest ist "arbeitssuchend", macht weiterhin kostenlose Praktika oder ist schlichtweg frustriert durch die ständigen Absagen.

Auf der anderen Seite habe ich auch viele Absolventen des qualifizierenden Hauptschulabschlusses oder der mittleren Reife im Freundes- und Bekanntenkreis - diese haben fast alle einen Job - und interessanterweise haben insbesondere die Handwerker (meist die mit Meisterbrief) mit spätestens 40 Lebensjahren solides Wohneigentum (Haus oder Eigentumswohnung) geschaffen - weil sie im Regelfall gut verdienen und mit Geld umgehen können."

Leser2: "Uh, waren alle Gegner hier gestern zusammen am Stammtisch? So viele platte Parolen. Ein Teil der Betroffenen darf noch nicht unterschreiben, da von den jetzigen Abiturienten durch die G8 noch viele minderjährig sind. Das sind sie im Herbst aber nicht mehr, liebe FDP! Unser Rathaus hat Öffnungszeiten von Mo-Fr. 8-13 Uhr und Do. 14-17Uhr. Sehr Arbeitnehmerfeindlich. Ist das vielleicht Absicht???"

Grantler: "Schwierig ist die Eintragung ausgerechnet für die Hauptbetroffenen, die Studenten, da sie oft an ihrem Heimatort gemeldet sind. Tja, wenn man sich hauptsächlich am Ort des Studiums aufhält, dann sollte man davon ausgehen, dass sich dort auch der Hauptwohnsitz befindet (und man somit die Möglichkeit der Unterschrift hat) - der Zweitwohnsitz dann meinetwegen bei den Eltern. Aber andersrum kann man halt die Fahrtkosten öfter beim Finanzamt abrechnen, gell... was soll`s also - bei vielen dürften sich die Studiengebühren ohnehin so verrechnen lassen...

Ich habe aber letzte Woche schon prophezeit, dass das ein Flop wird - auch wenn ich mich selbst am ersten Tag an der Gemeinde eingetragen habe - ich will mir von meinen Kindern später nichts nachsagen lassen."

Exilfranke: "Es ist aber auch so, dass die Rathäuser zu haben, wenn die Studenten von der Uni kommen oder der Normalbürger Feierabend hat. Da heißt es halt, die Sondertermine anzunehmen. Aber es stimmt schon, es ist sehr viel Bequemlichkeit im Spiel. Meckern, aber selber keinen Finger krumm machen."

mm

 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Außenminister treffen Netanjahu in Brüssel
Brüssel (dpa) - Die Außenminister der EU-Staaten kommen heute Vormittag zu einem eineinhalbstündigen Gespräch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in …
EU-Außenminister treffen Netanjahu in Brüssel
Großalarm! 200 Schuss Munition nahe Weihnachtsmarkt in Berlin gefunden
In der Nähe eines Weihnachtsmarktes in Berlin wurden 200 Schuss Munition gefunden. Die Polizei löste umgehend einen Großalarm und eine „Gefahrenlage“ aus.
Großalarm! 200 Schuss Munition nahe Weihnachtsmarkt in Berlin gefunden
Netanjahu: Erdogan hilft Terroristen und bombardiert Kurden
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach der scharfen Kritik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seinerseits ausgeteilt.
Netanjahu: Erdogan hilft Terroristen und bombardiert Kurden
Klare Kante: Laurent Wauquiez führt Frankreichs Konservative
Laurent Wauquiez ist neuer Parteichef von Frankreichs Konservativen. Er steht für eine bürgerliche Rechte, die „wirklich rechts“ ist.
Klare Kante: Laurent Wauquiez führt Frankreichs Konservative

Kommentare