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Der dreijährige Ailan Kurdis wurde Anfang September tot am Strand von Bodrum in der Türkei gefunden. Sein Vater hat jetzt dazu aufgerufen, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen.

Aufruf zur Aufnahme von Syrern

Dreijähriger Ailan ertrank auf Flucht: Appell seines Vaters

Erbil - Der Vater des dreijährigen Flüchtlingsjungen Ailan Kurdi, der tot an einem Strand in der Türkei gefunden wurde, hat zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge aufgerufen.

"Ich wünsche mir, dass die ganze Welt ihre Türen für Syrer öffnet", sagte der aus dem nordsyrischen Kobane stammende Abdullah Kurdi in einer Videobotschaft, die der britische Sender Channel 4 am ersten Weihnachtstag senden will.

"Wenn jemand einem Menschen die Tür vor der Nase zuschlägt, ist das sehr schwierig", sagte Kurdi laut der vom Sender veröffentlichten Übersetzung. "Wenn eine Tür geöffnet wird, fühlt man sich nicht mehr gedemütigt."

Ailan war im September ertrunken und an einen türkischen Strand gespült worden, als er mit seiner Familie in einem Schlauchboot von der Türkei nach Griechenland unterwegs war. Auch seine Mutter Rihana und sein vierjähriger Bruder Galip starben bei der Überfahrt. Das schockierende Foto von Ailans Leiche ging um die Welt. Es wurde zum Symbol für die Flüchtlingskrise und erhöhte den Handlungsdruck auf die politischen Verantwortlichen.

Abdullah Kurdi war nach der Tragödie nach Kobane zurückgekehrt, um seine Angehörigen zu beerdigen, und lebt nun im nordirakischen Erbil. "Zu diesem Zeitpunkt des Jahres möchte ich Sie bitten, an den Schmerz von Vätern, Müttern und Kindern zu denken, die Frieden und Sicherheit wollen", sagte er. "Wir bitten nur um ein wenig Mitgefühl von Ihnen."

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass mehr als eine Million Flüchtlinge in diesem Jahr nach Europa gelangt seien. 970.000 der Flüchtlinge seien über das Mittelmeer gekommen, davon stammten mehr als die Hälfte aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Immer wieder kommen bei der gefährlichen Überfahrt über das Meer Menschen ums Leben, weil ihre von Schleppern bereitgestellten seeuntauglichen Booten kentern. Erst am Dienstag starben zehn Menschen, als ihr Boot in der Ägäis kenterte.

AFP

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