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Seehofer.

Seehofer gegen Merkel

„Verantwortungslos“: Diese Umfrage kanzelt Seehofers Kurs ab

Das Auftreten der CSU im Asylstreit mit der Schwesterpartei CDU wird nur von einer Minderheit der Bundesbürger unterstützt.

In dem am Montag veröffentlichten "Trendbarometer" der Fernsehsender RTL und NTV halten zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) das Vorgehen der CSU und ihres Parteichefs Horst Seehofer für verantwortungslos. Zwei Drittel der Bundesbürger(69 Prozent) wollen wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine europäische Lösung.

Seehofer kann nicht einmal die Mehrheit der CSU-Anhänger überzeugen - jeweils knapp die Hälfte sind für Merkel (49 Prozent) und den Bundesinnenminister (48 Prozent). Alle anderen, bis auf die AfD, stützen mehrheitlich die Kanzlerin - die Anhänger der CDU (83 Prozent), der SPD (85 Prozent), der Grünen (95 Prozent), der Linken (79 Prozent) und der FDP (66 Prozent). Nur unter den AfD-Anhängern gibt es einen Mehrheit für Seehofers Forderung nach einer nationalen Lösung der Flüchtlingspolitik (88 Prozent). Alle Infos zum Aylstreit im Newsticker.

Umfrage noch vor der Eskalation

Die Forsa-Umfrage wurde vom vergangenen Montag bis Freitag unter mehr als 2500 Bundesbürger erhoben und damit vor der Eskalation des Asylstreits am Wochenende. Seehofer bot in einer Krisensitzung der CSU in der Nacht zum Montag seinen Rücktritt an. Er will am Montag noch einen letzten Einigungsversuch mit Merkel unternehmen. Von dem Ausgang dieses Gesprächs machte Seehofer seine politische Zukunft abhängig.

Seehofer Erklärung im Wortlaut*

Im "Trendbarometer" erreicht die CSU in Bayern bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl nur noch 34 Prozent, das entspricht einem bundesweiten Ergebnis von lediglich fünf Prozent. Die CDU liegt mit 26 Prozent knapp unter ihrem Bundestagsergebnis. Zusammen komm die Union damit auf 31 Prozent. Die SPD kommt auf 17 Prozent, die FDP auf zehn Prozent und die Grünen auf zwölf Prozent. Die Linke erreicht zehn Prozent und die AfD 15 Prozent.

Lesen Sie auch: CSU-Abgeordneter zeigt mit diesen Notizen: Seehofer skizzierte drei Optionen

afp

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