+
Verdi-Chef Bsirske glaubt, dass sich Merkels "Nibelungentreue zur kalten Politik der FDP" nicht auszahlen wird

Mindestlohn-Debatte

Bsirske: Merkel läuft der Realität hinterher

Berlin - Verdi-Chef Frank Bsirske vertritt die Ansicht, dass Kanzlerin Angela Merkel der gesellschaftlichen Realität hinterherläuft. Außerdem kritisierte er die "kalte Politik der FDP".

Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat die von SPD und Grünen geplanten Steuererhöhungen für Besserverdienende begrüßt. „Unser Arbeitsmarkt braucht eine neue Ordnung. Und es ist höchste Zeit für mehr Steuergerechtigkeit. Es muss fair geteilt werden“, sagte Bsirske der „Passauer Neuen Presse“ vom Dienstag. SPD und Grüne hätten mit ihren Beschlüssen zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes, zur Erbschaftssteuer und zur Besteuerung von Vermögen die Weichen richtig gestellt.

Bsirske rechnet zudem damit, dass spätestens nach der Bundestagswahl ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt wird. „Wir sind so dicht dran wie nie zuvor“, sagte er der Zeitung. Kritisch äußerte er sich zur Haltung von Schwarz-Gelb und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Frau Merkel läuft der gesellschaftlichen Realität hinterher. Ihre Nibelungentreue zur kalten Politik der FDP wird sich nicht auszahlen“, sagte Bsirske. Ein Mindestlohn bringe mehr Gerechtigkeit und zwar ohne negative Folgen für den Arbeitsmarkt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Freundliche Worte, guter Wille und Hinweise auf erwartete Schwierigkeiten bei den Jamaika-Verhandlungen: Nach einem ersten Abtasten haben sich Union, FDP und Grüne am …
CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Das erste Abtasten und ein Gruß vom Balkon: Bei zwei getrennten Treffen sondiert die Union mit FDP und Grünen. Die Bilanz nach dem Schnuppertag ist verhalten positiv, …
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. …
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten
US-Präsident Donald Trump hat den Streit um die angeblich mangelnde patriotische Gesinnung von Sportstars erneut angeheizt. Jetzt nimmt der Präsident die NFL ins Visier.
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten

Kommentare