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Gegen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wird ein Verfahren eingeleitet.

Frankreichs Ex-Präsident

Verfahren gegen Sarkozy eingeleitet

Paris - Ohne Immunität muss sich Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy der Justiz stellen. Es geht um viel Bargeld und illegale Wahlkampffinanzierung.

In der Korruptions- und Spendenaffäre um die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt ist gegen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ein Verfahren eingeleitet worden. Hintergrund ist der Verdacht illegaler Parteispenden. Die Staatsanwaltschaft in Bordeaux unter der Leitung von Richter Jean-Michel Gentil wirft dem 58-Jährigen vor, die Schwäche der heute 90-jährigen Milliardärin ausgenutzt zu haben.

Zuvor war Sarkozy erneut angehört worden. Er bestreitet alle Vorwürfe. Der Anwalt von Nicolas Sarkozy hat die Ermittlungen gegen den französischen Ex-Präsidenten wegen des Vorwurfs der Annahme illegaler Parteispenden scharf kritisiert. Sarkozy sei „skandalös“ behandelt worden, sagte Anwalt Thierry Herzog am Freitag dem französischen Radiosender RTL. Er hatte noch am Donnerstagabend umgehend rechtliche Schritte gegen die Entscheidung angekündigt. Im Sommer 2012 hatten Ermittler bereits Büro- und Wohnräume Sarkozys durchsucht, um mögliche Hinweise auf Gesetzesverstöße zu finden.

Es geht um 150.000 Euro Bargeld und prall gefüllte Umschläge

Sarkozy soll den erfolgreichen Wahlkampf 2007 mit illegalen Bargeldspenden aus dem Milliardenvermögen der Bettencourt-Familie finanziert haben.

Hintergrund der Ermittlungen sind unter anderem Zeugenaussagen von ehemaligen Angestellten von Bettencourt. Eine frühere Buchhalterin behauptet, sie habe für eine Wahlkampfspende 150.000 Euro Bargeld organisieren sollen. Andere Mitarbeiter wollen prall gefüllte Umschläge gesehen haben.

Aus Sarkozys Partei hieß es, die Vorwürfe seien politisch motiviert, um den Ex-Präsidenten zu diskretieren, der im Land laut Meinungsumfragen nach wie vor große Beliebtheit genießt.

dpa/AP

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