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Luisa Ortega

Krise in Caracas

Venezuela: Versammlung feuert Maduro-Gegenspielerin

Die verfassunggebende Versammlung in Venezuela hat Generalstaatsanwältin Luisa Ortega entlassen. Sie ist die wichtigste Gegenspielerin von Staatschef Nicolas Maduro.

Die verfassunggebende Versammlung in Venezuela hat Generalstaatsanwältin Luisa Ortega entlassen. Das von der Staatsführung neu eingerichtete Gremium bestimmte Ombudsmann Tarek William Saab am Samstag zum Interimsnachfolger.

Ortega ist unter den Amtsträgern in Venezuela die wichtigste Gegenspielerin von Staatschef Nicolás Maduro, dem sie Verfassungsbruch vorwirft. Sie hatte vergeblich versucht, mit mehreren Beschwerden die seit Freitag tagende verfassunggebende Versammlung zu verhindern. Am Samstagmorgen hatte Ortega im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärt, ihr Amtssitz sei von der Armee umstellt worden. Sie verurteilte diesen "Akt der Willkür".

Die 545 Mitglieder der Verfassungsversammlung beschlossen am Samstag außerdem, "bis zu zwei Jahre" zu tagen. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Die verfassunggebende Versammlung soll die unter Maduros Vorgänger Hugo Chávez verabschiedete Verfassung aus dem Jahr 1999 ändern. Als übergeordnetes Staatsorgan steht das Gremium über dem 2015 gewählten Parlament, in dem die Mitte-rechts-Opposition über die Mehrheit verfügt. Die Regierungsgegner befürchten nun die Entmachtung des Parlaments und ein Ende der Gewaltenteilung in Venezuela. Sie werfen Maduro vor, mit der neuen Verfassung "diktatorische Vollmachten" an sich reißen zu wollen.

dpa/afp

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