Mitglieder wollen Wahl wiederholen

Verfassungsschutz lässt AfD-Chef Bystron um Listenplatz bangen

Greding – AfD-Chef Petr Bystron könnte am Samstag seinen vierten Platz auf der bayerischen Landesliste für die Bundestagswahl verlieren.

Mehrere Parteimitglieder haben für den am Samstag geplanten Listenparteitag im mittelfränkischen Greding (Landkreis Roth) beantragt, die Wahl zu wiederholen, weil Bystron inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. „Die Partei gerät durch diese neue Entwicklung rund um ihren Landesvorsitzenden in die bedrohliche Situation, selbst vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden“, heißt es in dem Antrag. Es ist aber noch unklar, ob er tatsächlich zur Abstimmung gestellt wird. Die Antragsteller betonen, dass die Listenwahl Bystrons am 1. April in Unkenntnis von dessen Beobachtung erfolgt sei und es nun die Fairness gebiete, die Wahl wiederholen zu dürfen.

Bystrons Beobachtung wird vom Verfassungsschutz damit begründet, dass dieser wiederholtSympathie für die rechtsextremistische „Identitäre Bewegung“ bekundet habe. Ursprünglich hatte Bystron sich für den ersten Listenplatz beworben, in der Wahl aber überraschend gegen das bis dato kaum bekannte AfD-Landesvorstandsmitglied, Martin Hebner, verloren. Sollte er nun auch den vierten Platz verlieren, werde er auch als Landeschef nicht mehr zu halten sein, heißt es aus der AfD.

dpa

Lesen Sie auch: Schlappe für AfD in Bayern und AfD-Landeschef Bystron unter Druck – „Hast du mich Parasit genannt?“

Rubriklistenbild: © dpa

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