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Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg-Maaßen, sieht Veränderungen in der Salafisten-Szene.

Kommunikation in virtuellen Netzwerken

Verfassungsschutz sieht Veränderung in Salafisten-Szene

Berlin - Die deutsche Salafisten-Szene hat nach Verfassungsschutz-Angaben eine grundlegende Veränderung erlebt.

Vor ein paar Jahren sei der Salafismus immer mit ein paar Personen in Verbindung gebracht worden, „Leuten wie Pierre Vogel, Sven Lau oder Ibrahim Abou Nagie. Ihre Namen werden kaum noch erwähnt“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg-Maaßen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er äußerte sich knapp drei Wochen nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag des tunesischen Salafisten Anis Amri.

Es seien nun meist Einzelpersonen, die ihre „Jünger“ um sich scharen, fuhr Maaßen fort. „Man kann daher nicht mehr von der salafistischen Szene reden, sondern man hat es mit vielen Hotspots zu tun.“ Derzeit werden in Deutschland nach BfV-Angaben mehr als 9700 Personen dem Salafismus zugerechnet, einer besonders radikalen islamischen Strömung. Ende Oktober hatte der Verfassungsschutz die Zahl der Salafisten noch auf 9200 beziffert.

Maaßen zufolge bilden sich sehr viele salafistische Gruppen, die vor allem über virtuelle Netzwerke kommunizieren, etwa im Internet oder in WhatsApp-Gruppen. „Das haben wir vor ein paar Jahren gar nicht gekannt.“ Diese Veränderungen erschwerten die Arbeit des Verfassungsschutzes, „weil wir nicht mehr nur auf einige wenige Köpfe schauen müssen. Wir müssen auf viele Gruppierungen achten.“

dpa

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