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Alexander Dobrindt verteidigt die geplante Pkw-Maut.

Verkehrsminister ermahnt Österreich

Dobrindt kann „Ösi-Maut-Maulerei“ nicht mehr hören

Berlin - Verkehrsminister Dobrindt hat kein Verständnis dafür, dass die Österreicher über die deutschen Maut-Pläne jammern. Zuvor hatte Österreichs Kanzler die Maut als „Belastungstest“ bezeichnet.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Kritik aus Österreich an der geplanten Pkw-Maut erneut zurückgewiesen. „Ein bisschen mehr Gelassenheit wäre durchaus angebracht“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er habe nicht sehr viel Verständnis für „die Ösi-Maut-Maulerei“, die man immer wieder höre. Wenn man wie das Nachbarland schon jahrelang selbst Gebühren erhebe, könne man nicht nach dem Motto verfahren: „Österreicher, die nach Deutschland fahren, die sollen unter keinen Umständen was bezahlen.“ Dies sei „auch kein europäischer Gedanke“, sagte Dobrindt.

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern hatte die Pläne für die deutsche Pkw-Maut als „Belastungstest“ für die guten Beziehungen kritisiert. Nach rechtlichen Bedenken der EU-Kommission hatten Brüssel und Berlin kürzlich einen Kompromiss gefunden, für den die geltenden Maut-Gesetze geändert werden müssen. Nun erwägen Österreich und die Niederlande eine Klage beim Europäischen Gerichtshof. Im Kern geht es um den Vorwurf, Fahrer aus dem Ausland zu benachteiligen, da nur Inländer für die Maut bei der Kfz-Steuer entlastet werden sollen.

Dobrindt sagte: „Wir werden in dieser Wahlperiode die Maut noch abschließen.“ Im Januar sollten die entsprechenden Entwürfe ins Kabinett kommen. Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen, ehe dann die Ausschreibungen für die technische Umsetzung herausgehen sollen. Starten kann die Maut erst nach der Bundestagswahl 2017. Der Minister gab sich generell offen für die Idee eines europäischen Systems, das die unterschiedliche nationalen Mautmodelle technisch abbilden könne.

dpa

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