Bei der Flucht in die Exklave kam es auf Seiten der Flüchtlinge und Sicherheitskräfte zu Verletzten. Foto: Jesus Moron
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Bei der Flucht in die Exklave kam es auf Seiten der Flüchtlinge und Sicherheitskräfte zu Verletzten. Foto: Jesus Moron
Flüchtlinge beten nach ihrer Ankunft auf der Straße. Foto: Jesus Moron
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Flüchtlinge beten nach ihrer Ankunft auf der Straße. Foto: Jesus Moron
Die Flüchtlinge werden von spanischen Polizisten bewacht. Foto: Jesus Moron
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Die Flüchtlinge werden von spanischen Polizisten bewacht. Foto: Jesus Moron
Ein junger Mann hält eine Flagge der Europäischen Union in den Händen. Foto: Jesus Moron
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Ein junger Mann hält eine Flagge der Europäischen Union in den Händen. Foto: Jesus Moron
Immer wieder versuchen illegale Einwanderer den Doppelzaun um Ceuta zu überwinden. Sie hoffen, so in die EU zu gelangen. Foto: Jesus Moron
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Immer wieder versuchen illegale Einwanderer den Doppelzaun um Ceuta zu überwinden. Sie hoffen, so in die EU zu gelangen. Foto: Jesus Moron

Verletzte bei Massenansturm

Hunderte Migranten stürmen spanische Exklave Ceuta

Sechs Meter hohe Grenzzäune trennen die spanische Exklave Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet. Immer wieder versuchen Migranten, die Absperrungen zu überwinden. Bei einem "organisierten und gewalttätigen" Massenansturm gelingt dies etwa 500 Menschen.

Rabat (dpa) - Bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta ist es etwa 500 Menschen gelungen, den Grenzzaun von Marokko aus zu überwinden. Wie marokkanische Behörden mitteilten, hätten etwa 1000 Menschen am frühen Morgen versucht, den sechs Meter hohen Doppelzaun zur spanischen Exklave zu stürmen.

An mehreren Stellen seien die Migranten, die den Angaben zufolge überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara kommen sollen, "gewaltsam und sehr organisiert" vorgegangen. Mehrere Flüchtlinge und Polizisten seien verletzt worden.

Nach Angaben des Roten Kreuzes gelangten rund 500 Menschen in die spanische Exklave. 18 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Es ist in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass Flüchtlinge bei einem Massenansturm versuchen, die Grenzanlagen zu stürmen. In der Neujahrsnacht war der Versuch von mehr als 1100 Migranten gescheitert, auf diesem Weg nach Europa zu gelangen.

Der doppelte Zaun, der Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch. Zuletzt war es Anfang Dezember mehreren Hundert illegalen Einwanderern gelungen, den Zaun zu überwinden. Auch damals gab es viele Verletzte, als Grenzschützer und Polizisten versuchten, die anstürmenden Menschen abzuwehren.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen. Die beiden spanischen Exklaven sind die einzigen Landgrenzen, die Europa mit Afrika hat.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bis Ende September mehr als 10.000 Menschen Spanien von Marokko aus erreicht. Dennoch entwickelt sich Marokko in den vergangenen Jahren von einem Transitland hin zu einem Ort, an dem immer mehr Flüchtlinge auch längerfristig bleiben. Im Dezember 2016 startete das Königreich erneut eine Kampagne, die es illegalen Flüchtlingen ermöglichen soll, ihren Status legalisieren zu lassen.

Bericht ABC

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Länderportrait Marokko IOM

Wie sich Europa abschottet

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