Die frühmorgendliche Sonne lässt die Laubfarben im Tal von Townshend, Vermont, USA leuchten.
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Vermont ist ein gefragtes Urlaubsziel in den USA. Die Gäste schätzen das bunte Laub im „Indian Summer“.

Staaten in Neuengland/USA

US-Bundesstaat Vermont: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Der US-Bundesstaat Vermont ist ein gefragtes Urlaubsziel in den USA. Die Gäste schätzen das bunte Laub im „Indian Summer“ und besuchen im Winter gern die Skigebiete. Im Sommer sind Fischen, Wandern und Camping beliebt.

  • Der US-Bundesstaat Vermont gehört zu Neuengland.
  • Vermont ratifizierte als erster Staat in Amerika eine Verfassung und war Vorreiter bei der Abschaffung der Sklaverei in den Nordstaaten.
  • Heute ist der 14. Bundesstaat der USA für Ahornsirup und den Abbau sowie die Weiterverarbeitung von Marmor bekannt.

Montpelier – Die Geschichte Vermonts begann 1763 mit dem „Vertrag von Paris“, in dem dieses ursprünglich von den Franzosen entdeckte Gebiet den Briten zugesprochen wurde. Die Region wurde abwechselnd durch die Kolonien New York und New Hampshire überwacht und verwaltet.

Die Gründung erfolgte am 18. Januar 1777, als sich der spätere US-Bundesstaat zur freien Republik erklärte. In den ersten sechs Monaten trug der neue Staat noch den Namen „New Connecticut“, dann kam die Umbenennung. Vermont trat 1791 direkt nach den Gründerstaaten der Union bei und ist seitdem der 14. US-Bundesstaat.

Vermont: Geografie und Städte

Im Norden grenzt Vermont direkt an Kanada und unterhält 15 Grenzübergänge zum Nachbarland. Fast 80 % der Fläche des Staates sind mit Bäumen bedeckt, dabei handelt es sich um Laubbäume, meist Ahorn. Der 180 Kilometer lange und 19 Kilometer breite Lake Champlain ist der neuntgrößte See der USA und die größte Wasserfläche in Vermont. Er bildet die Hälfte der Grenze zum Nachbarstaat New York. Die Geografie des US-Bundesstaates wird von den Green Mountains bestimmt, dessen bewaldete Hügel Vermont von Nord nach Süd durchziehen.

Ganz anders sah der Bundesstaat um 1850 aus. Damals waren fast alle Wälder gerodet, um Ackerland zu gewinnen. Viele der damaligen Bauern suchten dann aber ihr Glück im Westen und Vermont verwaldete wieder.

In Vermont gibt es keine Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, in der Hauptstadt Montpelier leben nur knapp 8.000 Menschen. Zu den größten Städten in Vermont gehören:

  • Burlington (etwa 43.000 Einwohner)
  • Essex (rund 20.000 Einwohner)
  • South Burlington (ca. 17.000 Einwohner)

Bevölkerung und Wirtschaft von Vermont

Vermont ist der US-Bundesstaat mit dem größten Anteil an Weißen in der Bevölkerung. Diese stellen 95,4 % der Einwohner. Den Löwenanteil machen Personen französischer oder franko-kanadischer Abstammung aus (23,3 %), 18,4 % haben englische und 16,4 % irische Wurzeln. Immerhin 9,1 % der Bewohner blicken auf deutsche Ahnen zurück. Nicht-Weiße sind in der absoluten Minderheit. In Vermont leben nur 4,6 %, die sich wie folgt verteilen:

  • 1,1 % Afroamerikaner
  • 1,4 % Asiatische Amerikaner
  • 1,6 % Hispanics und Latinos
  • 0,4 % amerikanische Ureinwohner

Die Wirtschaft in Vermont konzentriert sich auf drei große Bereiche:

  • Landwirtschaft
  • Industrie
  • Dienstleistungen

Der US-Bundesstaat produziert Molkereiprodukte wie Käse und die bekannte Ben & Jerry‘s Eiscreme, Rinder, Pferde der Rasse Morgan, Äpfel, Heu, Ahornsirup und Cidre. Die Industrie ist stark in:

  • Werkzeugherstellung
  • Elektroartikeln
  • Verlagswesen und Druckereierzeugnissen
  • Abbau und Verarbeitung von Marmor, Schiefer, Granit und Asbest

Außerdem unterhalten in Vermont einige Lebens- und Feuerversicherungsgesellschaften ihren Sitz und der Tourismus ist stark ausgeprägt.

Wahlen in Vermont

Ursprünglich war Vermont eine Hochburg der Republikaner, doch bis 1988 konnten die Demokraten immer mehr Einfluss gewinnen. Seit 1992 siegen die „Dems“ dort zuverlässig.

Ganz Vermont hat nur etwa 626.000 Einwohner. Nach dem politischen System in den USA stehen jedem Staat unabhängig von seiner Größe zwei Senatoren im Kongress zu. Das gilt auch für das kleine Vermont. Das führt bei Wahlen dazu, dass immer wieder Kandidaten aus anderen Staaten versuchen, in Vermont zu kandidieren, um den vermeintlich leicht zu ergatternden Posten als Senator zu erringen. Aber die Vermonter wissen sich zu wehren. 1998 besiegte Fred Tuttle, ein 70-jähriger Rentner aus Vermont, bei den Vorwahlen der Republikaner den aus Massachusetts stammenden Multimillionär Jack McMullen mit einem Wahlkampfbudget von 201 US-Dollar.

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