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Dieses Foto der New York City Taxi and Limousine Commission zeigt den mutmaßlichen Attentäter Akayed Ullah

News-Ticker zum Großeinsatz 

Versuchter Anschlag in New York: Täter schrieb Trump eine Facebook-Nachricht

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  • Florian Naumann
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  • Anne Kleinmann
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  • Lena Reinholdt
    Lena Reinholdt

Nach dem versuchten Terroranschlag von New York ist der Täter angeklagt worden. Der 27-Jährige wollte sich mit einer Rohrbombe in die Luft sprengen und verletzte drei Passanten. Der News-Ticker: 

  • Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es Montagmorgen (ca. 7.20 Uhr Ortszeit) eine Explosion gegeben: in einem unterirdischen Verbindungstunnel zwischen dem Busbahnhof Port Authority – mit fast 70 Millionen Passagieren pro Jahr der meistfrequentierte Busbahnhof der Welt – und der U-Bahn-Station Times Square.
  • Drei Passanten wurden verletzt. Auch der Täter selbst erlitt schwere Verletzungen und wurde festgenommen.
  • Laut New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio handelt es sich um einen versuchten Terroranschlag. Die Tat war offenbar islamistisch motiviert.
  • Medienberichten zufolge soll der Mann aus Bangladesch stammen und als Taxifahrer gearbeitet haben. Er sei im Jahr 2011 in die USA eingewandert, teilte das Weiße Haus mit.
  • Am Dienstag wurde gegen den mutmaßlichen Täter Anklage erhoben.
  • Sein Motiv war offenbar Rache für US-Luftangriffe im Irak und Syrien.

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19.42 Uhr: Neue Details zum Attentat: Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, hatte sich der Täter am Morgen der Tat in einer Nachricht auf Facebook an US-Präsident Donald Trump gewandt. „Trump, Sie sind darin gescheitert, Ihre Nation zu beschützen“, hieß es darin.

16.50 Uhr: Der 27-Jährige war nach Angaben des Weißen Hauses im Jahr 2011 in die USA eingewandert. Der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, sagte, Ullah sei durch extremistisch-islamistische Propaganda im Internet "beeinflusst" worden. 

Laut US-Medienberichten sagte der 27-jährige gegenüber der Polizei aus, dass er von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inspiriert worden sei. Er habe Rache für US-Luftangriffe im Irak und in Syrien üben wollen. Auch habe er sich Anschlagspläne auf weihnachtliche Ziele in Europa zum Vorbild genommen, gab Ullah an. 

Den Tatort habe er wegen der dort aufgehängten Weihnachtsplakate ausgesucht. Bei einem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz waren vor knapp einem Jahr in Berlin zwölf Menschen getötet worden. 

In Bangladesch teilte die Polizei unterdessen mit, Ullah habe dort nie auf einer Beobachtungsliste gestanden. Anti-Terror-Ermittler in dem asiatischen Staat durchsuchten das Haus von Ullahs Familie und vernahmen dessen Frau und Schwiegervater. Keiner von beiden stehe unter Verdacht, sagte der hochrangige Ermittler Saiful Islam der Nachrichtenagentur AFP. Untersucht werde, wo sich Ullah radikalisiert und ob er Komplizen gehabt habe, erläuterte Islam. 

Nach Angaben der Ermittler hatte Ullah seine Familie in der Hauptstadt Dhaka im September besucht. Zuvor habe seine in Bangladesch lebende Frau einen Sohn zur Welt gebracht.

Mutmaßlicher Täter angeklagt

15.44 Uhr: Der mutmaßliche Täter ist angeklagt worden. Dem 27-Jährigen werde illegaler Waffenbesitz, Terrorverdacht und terroristische Bedrohung vorgeworfen, teilte die New Yorker Polizei am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Er hat nach seiner Festnahme gestern Aussagen gemacht und wir haben viel erfahren“, sagte der stellvertretende NYPD-Chef John Miller dem TV-Sender CBS, ohne auf Details einzugehen.

10.47 Uhr: Die Familie des mutmaßlichen Attentäters hat der „New York Post“ zufolge ein Statement veröffentlicht. Sie sei „zutiefst erschüttert“ über die Gewalt, die  sich gegen ihre Stadt gerichtet habe - und über die Vorwürfe gegen eines ihrer Familienmitglieder. Wie die Zeitung berichtet, kritisiere die Familie das harsche Vorgehen der Ermittler scharf - und fordere das Justizsystem auf „die Wahrheit über dien Anschlag “ ans Licht zu bringen.

6.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlagsversuch in New York erneut eine strengere Einwanderungspolitik gefordert. Der Kongress müsse das „laxe Einwanderungssystem reformieren, das es viel zu vielen gefährlichen und unzureichend überprüften Menschen ermöglicht, in unser Land zu gelangen“, erklärte Trump wenige Stunden nach der Explosion im Stadtteil Manhattan.

Der US-Präsident verlangte, den Familiennachzug für Einwanderer abzuschaffen. Auch der mutmaßliche Attentäter von New York habe über Verwandte ein Einwanderungsvisum erhalten. Zudem verlangte Trump mehr Personal für die Einwanderungsbehörden sowie möglichst harte Strafen für Terrorverdächtige, „bis hin zur Todesstrafe“. Die zweite Terrorattacke in New York binnen zwei Monaten verdeutliche "erneut die Dringlichkeit, mit der der Kongress Gesetzesreformen zum Schutz des amerikanischen Volkes umsetzen muss", erklärte der US-Präsident.

New Yorks demokratischer Bürgermeister Bill de Blasio wies Trumps Forderungen zurück. Der Tatverdächtige habe keine Vorstrafen gehabt und keine Anzeichen von Radikalisierung gezeigt. Zudem hätten sich "angesehene" Bürger für ihn verbürgt.

Das waren die Meldungen zum Anschlagsversuch vom Montag (11. Dezember 2017)

22.31 Uhr: Entgegen den ersten Meldungen, der Attentäter Ullah habe aus Rache für die Attacken auf sein Land gehandelt, spricht der amerikanische Nachrichtensender CNN nun von einem anderen Motiv: Unter Berufung auf eine offizielle Quelle, berichtet der Sender, Ullah habe den Ermittlern gesagt, er habe das Attentat wegen der jüngsten Militäraktionen Israels im Palästinensergebiet durchgeführt. 

Weiter berichtet CNN, der Mann stamme aus Bangladesch und habe im New Yorker Stadtteil Brooklyn gelebt. Von März 2012 bis März 2015 soll er eine Lizenz zum Fahren von Taxen- und Limousinen gehabt haben. Danach wurde seine Lizenz nicht erneuert. Ob er dazwischen für eine bestimmtes Unternehmen fuhr oder ob er die Lizenz einfach nie genutzt hat, ist den Behörden bislang noch unklar. 

19.25 Uhr: Der Attentäter von New York, soll offenbar zuvor Taxifahrer in der Stadt gewesen sein. Das berichtet die „New York Post“. Zudem habe er bei einer ersten Befragung gesagt, er habe aus Rache gehandelt. Wie die Zeitung weiter berichtet, soll der Mann zu den Ermittlern im Krankenhaus gesagt haben: „Die haben mein Land bombardiert, deswegen wollte ich hier Schaden anrichten“. Während der Befragung im Krankenhaus, soll er außerdem erklärt haben, seine Inspiration vom IS gehabt zu haben. Bislang geht die Polizei allerdings nicht davon aus, dass der Mann direkten Kontakt zu der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hatte.

17.14 Uhr: Die Polizei in New York hat ihr Personal in der Stadt verstärkt. Weitere spezifische Bedrohungen gebe es zur Stunde aber nicht, teilten sie über den Nachrichtendienst Twitter mit. 

16.29 Uhr: Der Busbahnhof „Port Authority“ ist inzwischen wieder geöffnet, wie die New Yorker Polizei auf Twitter mitteilt.

16.25 Uhr: Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Angaben von Bürgermeister Bill de Blasio um einen 27 Jahre alten Mann. Er habe die vermutlich selbst gebaute Bombe am Körper getragen. Er selbst habe Brandverletzungen davongetragen und sei festgenommen worden. Es habe sich um einen eher amateurhaft zusammengebauten Sprengsatz gehandelt.

(v. l.): Polizeichef James O'Neill, der Gouverneur von New York Andrew Cuomo und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Einsatzort.

15.54 Uhr: Laut Medienberichten soll die Explosion durch eine selbstgebaute Rohrbombe ausgelöst worden sein. Der Verdächtige habe die Bombe bei sich getragen, als sie explodierte. Sie sei vorzeitig hochgegangen, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf eine Quelle in der New Yorker Polizei.

New Yorks Bürgermeister: Explosion war Terroranschlag

15.51 Uhr: Bei der Explosion in einer U-Bahn-Station in New York hat es sich um einen versuchten Terroranschlag gehandelt. Das sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag in New York vor Journalisten.

15.43 Uhr: Bisher ist nicht klar, ob die Explosion einen terroristischen Hintergrund hatte. Der frühere New Yorker Polizeichef Bill Bratton sagte im TV-Sender MSNBC, nach seinen Informationen stamme der Verdächtige aus Bangladesch und habe im Namen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt.

15.29 Uhr: Nach Angaben der New Yorker Feuerwehr (FDNY) gab es bei der Explosion in der Nähe des Times Square vier Verletzte. Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr, wie das FDNY per Twitter mitteilt.

15.10 Uhr: Der Bereich rund um den Tatort (Kreuzung 42. Straße und 8. Straße) ist großräumig abgesperrt. 

Medienberichte über „ISIS-inspirierten“ Verdächtigen

15.05 Uhr: Die New York Post berichtet online, ein „ISIS-inspirierter“ Staatsangehöriger aus Bangladesh, habe einen selbstgebauten Sprengsatz am Busterminal „Post Authority“ gezündet. Dort wird auch ein Foto des mutmaßlichen Täters gezeigt. Dazu gibt es bislang allerdings keinerlei Bestätigung von Seiten der Polizei.

Bilder vom Tatort: Explosion in New York sorgt für Großeinsatz

14.42 Uhr: Das New Yorker Police Departement (NYPD) teilte via Twitter mit, dass ein Verdächtiger in Gewahrsam sei. Der Mann sei verletzt, hieß es. Menschen in New York wurden aufgerufen, die Gegend um den Tatort herum zu meiden.

Die Explosion habe sich den Angaben zufolge nahe des Busbahnhofes „Port Authority“ an der Kreuzung 42. Straße und 8. Straße, somit ganz in der Nähe des beliebten Times Squares, ereignet.

14.37 Uhr: Auch New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio wurde über die Explosion informiert, wie das New Yorker Rathaus per Twitter mitteilt.

14.27 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist über die Explosion in New York unterrichtet worden. Das teilte seine Sprecherin Sarah Sanders am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Explosion in New York - die ersten Informationen

Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es nach Angaben der Polizei eine "Explosion" in der Nähe des bei Touristen beliebten Times Square gegeben. Die Detonation habe sich nach Angaben der New Yorker Feuerwehr kurz vor 8 Uhr Ortszeit ereignet.

Die Ursache sei unbekannt, teilte die Polizei der US-Metropole am Montag weiter mit. Zu möglichen Verletzten machte die Polizei zunächst keine Angaben. Medienberichten zufolge wurden mehrere Menschen verletzt, außerdem sei es zu einer Festnahme gekommen. 

Auf Twitter kursieren außerdem Meldungen, der Täter habe eine explosive Weste getragen.

Erst im Oktober war in New York ein Anschlag verübt worden, bei dem acht Menschen getötet wurden. Dabei war ein Mann mit einem Kleintransporter auf einen Radweg gefahren. Der festgenommene Täter, ein 29-jähriger Usbeke, gab sich als überzeugter IS-Gefolgsmann zu erkennen. Es handelte sich um ersten Anschlag in New York mit Todesopfern seit dem 11. September 2001.

vh/dpa/AFP

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