Feuerwehreinsatz: Karstadt an der Schleißheimer Straße geräumt

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"Muslims are not criminals"

Dieses Grusel-Video nimmt eine überraschende Wende

München - Zunächst scheint es eines der unfassbar barbarischen Hinrichtungsvideos des IS zu sein, doch plötzlich kommt es zu einer unerwarteten Wende. Es soll eine Nachricht an all die Hass-Prediger sein.

Die Gefangenen befinden sich auf den Knien, mit Handschellen zusammengekettet. Der Blick ist auf den Boden gerichtet. In ihren orangenen Overalls scheinen sie Geiseln der Terrorgruppe IS zu sein. Ihre Henker, die aufrecht hinter den Geiseln stehen und Masken tragen, ziehen ihre Waffen und zielen auf die Geiseln. Zunächst bleibt einem der Atem weg, denn , das der IS Anfang dieses Jahres veröffentlichte. Damals exekutierten IS-Kämpfern an einem Strand in Libyen ihre Geiseln vor laufender Kamera. Doch dann die unerwartete Wende - es folgt keine Hinrichtung. Die angeblichen Henker ziehen ihre Waffen zurück und ihre Masken vom Kopf.

"Muslime sind keine Kriminellen"

Dann wird der Leitsatz des Videos eingeblendet: "Muslims are not criminals" (Muslime sind keine Kriminellen). Anschließend ist ein Geistlicher in weißer Robe zu sehen, der zu den Geiseln spricht. Er fordert sie auf, Reue zu zeigen. Hinrichtung? "Das ist nicht unsere Methode. Wir sind nicht böse", so seine Erklärung.
Spätestens dann herrscht Klarheit - bei den angeblichen Henkern handelt es sich nicht um Dschihadisten vom IS, sondern um syrische Rebellen, die eine IS-Exekution nachgestellt haben.

Was verbirgt sich hinter dem Video?

Das Video richtet sich gegen all jene Hass-Prediger, die den Islam verteufeln und der Meinung sind, alle Muslime seien kriminell und brutal. Es wurde von der sogenannten "Levant Front" veröffentlicht. Die "Levant Front" stellt einen Zusammenschluss mehrere Rebellen-Gruppen dar, die sich dem IS und den Truppen des Assad-Regimes entgegenstellen. Doch wie das Video zeigt, werden gefangengenommene Geiseln nicht hingerichtet, sondern eingesperrt und bekehrt. Bei den Geiseln im Video handelt es sich um IS-Kämpfer, die von den syrischen Rebellen wohl im November bei der Zurückeroberung der Gegenden Delha und Harjaleh gefangengenommen wurden. Die syrischen Rebellen werden ebenfalls von der Freien Syrischen Armee unterstützt, die mit dem Westen kooperiert.

tz

Rubriklistenbild: © Shamiya Front / Youtube-Screenshot

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