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Angela Merkel muss bei Teilen der CSU noch Überzeugungsarbeit leisten.

Mehrheit steht aber zur Kanzlerin

Umfrage: Viele CSU-Anhänger wollen Merkel nicht unterstützen

München - Die CSU-Anhänger sind einer neuen Umfrage zufolge weiterhin tief gespalten, was die Unterstützung von Angela Merkels neuerlicher Kanzlerkandidatur angeht.

59 Prozent sind dafür, aber 39 Prozent dagegen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von „Sat.1 Bayern“ ergab. Beim Spitzentreffen der Union am Montag wurde Merkel als gemeinsame Kanzlerkandidatin für die nahende Bundestagswahl bestätigt.

59 Prozent der CSU-Anhänger stehen demnach hinter der Drohung von CSU-Chef Horst Seehofer, in Berlin in die Opposition zu gehen, sollte in einem möglichen neuen Koalitionsvertrag nach der Bundestagswahl keine Obergrenze für Flüchtlinge stehen. 37 Prozent sind dagegen.

SPD legt auch in Bayern zu

In der Sonntagsfrage legt die SPD nach der Kür von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten auch in Bayern zu: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die CSU nunmehr auf 44 Prozent (Januar: 46 Prozent), die SPD würde auf 20 Prozent (Januar: 17 Prozent) zulegen. Die Grünen liegen demnach aktuell bei 10 Prozent, die AfD bei 10, die FDP bei 6, die Linke bei 4 und die Freien Wähler bei 3 Prozent. In einer bundesweiten Umfrage lagen die Sozialdemokraten sogar teilweise schon vor der Union.

44 Prozent der Bayern halten der Umfrage zufolge einen Wahlsieg von Schulz für denkbar, 52 glauben das nicht. Sogar von den CSU-Anhängern gaben 33 Prozent an, sie hielten einen Schulz-Sieg für möglich. In der „Münchner Erklärung“ hat sich die Union eigene Leitlinien für den Wahlkampf verordnet.

Derweil sind die CSU-Anhänger der Umfrage zufolge gespalten in der Frage, wer Seehofer als Parteichef folgen sollte: 38 Prozent sind demnach für Finanzminister Markus Söder und 33 Prozent für Innenminister Joachim Herrmann. Der Hintergrund: Seehofer hat wiederholt angekündigt, den Parteivorsitz dieses Jahr zur Verfügung zu stellen, weil der Parteichef künftig in Berlin sitzen sollte.

München TV-Video: CDU und CSU küren Merkel zur gemeinsamen Kanzlerkandidatin

dpa/video: snackTV

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