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Der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein spricht während einer Pressekonferenz im Justizministerium in Washington. Foto: Evan Vucci/AP

Bericht der "New York Times"

Vize-Justizminister: Kein Vorschlag zum Abhören von Trump

Der US-Vize-Justizminister dementiert einen Bericht, wonach er einen Vorschlag über das Abhören von Präsident Trump gemacht haben soll. Der Artikel der "New York Times" sei "unzutreffend und fachlich falsch".

Washington (dpa) - In der Russland-Affäre in den USA hat der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein einen Bericht dementiert, wonach er einen Vorschlag über das heimliche Abhören von Präsident Donald Trump gemacht haben soll.

Der Artikel der "New York Times" sei "unzutreffend und fachlich falsch", erklärte Rosenstein in einer Stellungnahme, aus der mehrere US-Medien zitierten. Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, Rosenstein habe im Frühling 2017 vorgeschlagen, Trump heimlich im Weißen Haus aufzunehmen, um das Chaos in der Regierung zu offenbaren. Er habe zudem die Möglichkeit aufgebracht, Kabinettsmitglieder anzuwerben, um den 25. Zusatzartikel der US-Verfassung anzuwenden, damit Trump für amtsunfähig erklärt werden kann. Der Zusatzartikel beinhaltet diese Möglichkeit.

Die Zeitung berief sich in dem Bericht auf Personen, die über die Vorfälle selbst unterrichtet worden seien oder über Notizen informiert worden seien, die diese geschildert hätten.

Rosenstein erklärte in der Stellungnahme, der Bericht basiere offensichtlich auf Quellen, die voreingenommen gegenüber dem Ministerium seien und ihre eigene politische Agenda vorantreiben wollten. Basierend auf seinem persönlichen Umgang mit Trump gebe es keine Grundlage, den 25. Zusatzartikel anzurufen.

Die "New York Times" zitierte zudem aus einer Erklärung eines Mitarbeiters des Justizministerium, der dabei gewesen sei, als Rosenstein den Vorschlag über das heimliche Abhören gemacht habe. Dieser Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, bestätigte die Bemerkung, erklärte aber, Rosenstein habe sie auf sarkastische Weise gemacht.

Rosenstein hat die Aufsicht über die Russland-Ermittlung des FBI, bei der es um eine mögliche Verstrickung von Trumps Wahlkampflager in die mutmaßlich russische Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 geht.

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