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Mahmoud Hashemi Sharoudi mit dem ehemaligen iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad (l.)

Funktionär in deutscher Klinik

„Kein Sanatorium für Menschenrechts-Verbrecher“ - Ex-Abgeordneter zeigt iranischen Scharfrichter an

Ein hochrangiger Funktionär des iranischen Regimes wird derzeit in Hannover behandelt. Nun hat ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter gegen den langjährigen Richter Anzeige erstattet. 

München - Während momentan täglich iranische Bürger ihren Unmut über das Regime auf die Straße tragen und versuchen, dagegen anzukämpfen, lässt sich einer der Führer des Landes in einer Neurologischen Klinik in Hannover behandeln. 

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Beck hat gegen den berüchtigten Scharfrichter Ayatollah Mahmoud Hashemi Sharoudi nun Strafanzeige gestellt, wie die Bild berichtet. Beck wirft dem hochrangigen iranischen Funktionär mehrfachen Mord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

Sharoudi, einer der engsten Vertrauten von Staatsoberhaupt Ali Chamenei, gilt als potenzieller Nachfolger an der Spitze des Iran. Seit einigen Tagen wird er von Spezialisten in einer Hannoveraner Klinik behandelt.

Beck erhöht Druck auf Bundesregierung

Berüchtigt ist der 69-Jährige vor allem seit seiner Zeit als Oberster Richter und Chef der Justiz im Iran. Zehn Jahre lang, von 1999 bis 2009, hatte er dieses Amt inne. In dieser Zeit war der hochrangige Funktionär für einige äußerst umstrittene Urteile verantwortlich.

„Wir dürfen kein Sanatorium für Menschenrechtsverbrecher sein, sondern müssen sie zur Verantwortung ziehen“, sagte Beck zu Bild. „Wenn die Bundesregierung hier dem Organisator der massenhaften Ermordung durch die iranische Justiz diplomatische Immunität gewährt hätte, wäre das ein großer Fehler“, so der Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergemeinde weiter.

lks/fd

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