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Volker Wissing privat und Karriere - das ist Bundesminister für Digitales und Verkehr

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Volker Wissing
Volker Wissing © IMAGO / Political-Moments

Der deutsche Bundesminister für Digitales und Verkehr war zunächst als Jurist tätig, ehe er zu seinem Amt kam. Wissenswertes über Volker Wissings Karriere.

München – Der am 22. April 1970 in Landau geborene Volker Wissing schloss nach dem Abitur zunächst sein Studium der Rechtswissenschaften ab und war als Richter und Staatsanwalt an verschiedenen Land- und Amtsgerichten tätig, ehe er die Politik für sich entdeckte. Wissing zählt zum liberal-konservativen Wirtschaftsflügel der FDP, der sich u. a. für eine Ausweitung der Zuschüsse beim Kauf von Elektroautos, für den raschen Zugang jedes Haushaltes zum schnellen Internet sowie für ein Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket im Bahnverkehr ausspricht. Aktuell stapeln sich mit Flugchaos, Zugausfälle, Verkehrswende etc. einige Probleme bzw. Herausforderungen auf dem Schreibtisch des wortgewandten Verkehrsministers. Sein Privatleben hält der Politiker weitestgehend unter Verschluss. Bekannt ist, dass Wissing verheiratet und seit 2004 Vater einer Tochter ist. Die Familie hat zwei Wohnsitze: im ländlichen Rheinland-Pfalz und im Prenzlauer Berg in Berlin.

Volker Wissing – der Beginn seiner Karriere

Nach dem Abitur am Staatlichen Gymnasium Bad Bergzabern im deutschen Wendejahr 1989 studierte Volker Wissing, der auf einem Bauernhof in Niederhorbach bei Bad Bergzabern aufgewachsen ist, Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, das er 1994 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Sieben Jahre später bestand er sein zweites Staatsexamen. 1997 promovierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit der Arbeit „Überlassungspflichten begründende Gemeinwohlinteressen im System des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes“. Kurzzeitig arbeitet er als Leiter der Widerspruchsstelle der Sonderabfallmanagement Gesellschaft (SAM) GmbH in Mainz und war ab 1997 als Richter und Staatsanwalt an verschiedenen Land- und Amtsgerichten tätig, ehe er 2000 Persönlicher Referent des Justizministers von Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin (FDP). Zwei Jahre zuvor, 1998, war Wissing in die FDP eingetreten.

Volker Wissing – seine politische Karriere

Nach Stationen als Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand wurde Volker Wissing 2011 Landesvorsitzender der FDP Rheinland-Pfalz und Mitglied des FDP-Bundesvorstandes. Bei der Landtagswahl 2016 trat er erfolgreich als Spitzenkandidat an und nahm im Anschluss den Posten des Wirtschaftsministers unter einer Ampel-Koalition an. Nebenbei machte Wissing auch auf Bundesebene Karriere: 2013 wurde Wissing, der von 2003 bis 2013 für die FDP im Deutschen Bundestag saß, Beisitzer des Präsidiums der Bundes-FDP und wurde 2020 zum Generalsekretär der Partei gewählt und löste damit die bisherige Amtsinhaberin Linda Teuteberg ab. 2021 wurde Wissing erneut in den Bundestag gewählt und war maßgeblich bei den Sondierungsgesprächen seiner Partei auf Bundesebene beteiligt. Nachdem die erste Ampel-Koalition im Bundestag gebildet war, wurde Wissing auch ins Kabinett berufen. Seit Dezember 2021 bekleidet er das Amt des Bundesministers für Verkehr und Digitales.

Volker Wissing – die wichtigsten Stationen seiner Karriere im Überblick

Volker Wissing – aktuelle Herausforderungen

Als Verkehrsminister hat Volker Wissing aktuell zahlreiche Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. Darunter etwa:

# Flugchaos: Befristet angestellte Hilfskräfte aus dem Ausland sollen kurzfristig an den Flughäfen einspringen können und etwa bei der Gepäckabfertigung und beim Check-in aushelfen.

# Umstieg auf Elektroantrieb in der Automobilbranche: „Alle klimaneutralen Möglichkeiten, die wir schon heute haben, müssen wir so schnell wie möglich nutzen und hochskalieren, damit wir weltweit führend bleiben im Mobilitätssektor.“

# Ausweitung der E-Auto-Prämien: „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger für klimafreundliche Mobilität begeistern und setzen dabei auf marktwirtschaftliche Anreize.“ Nach Kritiken von Umweltverbänden und auch aus den Reihen der Koalitionspartner betonte Wissing, dass er weder eine „Abwrackprämie“ noch eine höhere Kaufprämie für E-Autos wolle.

# Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket im Bahn(nah-)verkehr: Wissing hält ein bundesweites 365-Euro-Jahresticket oder einen 69-Euro-Monatsfahrschein für möglich. „Wir brauchen ein Modell, das in die Haushalte der Länder und auch in den Haushalt des Bundes passt.“

# Digitalisierung: Unter dem Schlagwort „Glasfaser bis ins Haus“ sollen bis zum Jahr 2025 mindestens die Hälfte der Haushalte und Unternehmen in Deutschland an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

# Flüchtlinge aufgrund des Ukraine-Krieges: „Deutschland kann und wird keine Flüchtenden aus der Ukraine zurückweisen. In der Ukraine in Not geratene Menschen sollen Zuflucht in Deutschland finden können.“

Volker Wissing – was nicht jedermann über ihn weiß

# Wissing führt die auf Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Erbrecht und Vermögensnachfolge ausgerichtete Kanzlei „Wissing Rechtsanwälte“.

# Er ist evangelisch und spielte als Organist viele Jahre in Gottesdiensten.

# Volker Wissing ist Weinliebhaber. Auf seiner Website: „Für einen trockenen, mineralischen Riesling kann ich mich ebenso begeistern wie für einen eleganten Spätburgunder. Aber ich genieße Wein nicht nur im Glas, sondern habe im An- und Ausbau selbst Erfahrungen im eigenen Familienweingut gesammelt.“

# Auch über weitere Hobbies gibt Volker Wissing auf seiner Website Einblick: „Ich koche und backe sehr gerne, beides nicht einmal schlecht, meinen meine Frau und meine Tochter. Wer solche Hobbies pflegt, sollte auch Sport treiben und das tue ich auch, weshalb man mich in meiner Heimatregion durch die Weinberge traben sieht.“

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