Vernichtungslager-Vergleich

Volksverhetzung: Ermittlungen gegen NPD-Politiker

Görlitz - Wegen einer Äußerung über straffällige Asylbewerber ist gegen das NPD-Kreistagsmitglied Jürgen Kötzing ein Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft Görlitz ermittelt gegen das Bautzener NPD-Kreistagsmitglied Jürgen Kötzing wegen Volksverhetzung. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Laut einem Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 15. August soll Kötzing in einem Gespräch, in dem der Umgang mit straffällig gewordenen Asylbewerbern thematisiert wurde, gesagt haben: „(...), Gleis 17, Waggon 1, rein und ab“. Von Gleis 17 des Bahnhofs Berlin-Grunewald wurden in der NS-Zeit Tausende Juden in Vernichtungslager deportiert. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Rechtsextremen bis zu fünf Jahre Haft. Medien hatten über den Fall bereits berichtet. Kötzing war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei-Wahl 2018: Wann gibt es ein Ergebnis?
In einer vorgezogenen Wahl wird in der Türkei am 24. Juni 2018 ein neues Parlament und der Präsident gewählt. Doch wann gibt es eigentlich ein Ergebnis?
Türkei-Wahl 2018: Wann gibt es ein Ergebnis?
Türkei-Wahl 2018: Skandal um Wahlbeobachter - drei Deutsche festgenommen - Oppositionspolitiker getötet
Die Türkei wählt am Sonntag ihr neues Parlament und den neuen Präsidenten. An Machthaber Recep Tayyip Erdogan wird dabei wohl kein Weg vorbei führen. Alle News bei uns …
Türkei-Wahl 2018: Skandal um Wahlbeobachter - drei Deutsche festgenommen - Oppositionspolitiker getötet
Asylstreit: Merkel muss in EU-Schlacht - und wird von radikalem Plan überrascht - Seehofer droht
Horst Seehofer und Angela Merkel liefern sich in der Asylkrise einen erbitterten Streit. Am Sonntag muss die Kanzlerin beim Mini-Gipfel der EU liefern, doch ein Plan …
Asylstreit: Merkel muss in EU-Schlacht - und wird von radikalem Plan überrascht - Seehofer droht
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“
Ein junger Geflüchteter aus Eritrea griff vier Menschen in Ottobrunn an. Einer Notärztin wurden mehrere Zähne ausgeschlagen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann …
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.