+
Die Verteidigungsministerin nimmt bei ihrem Besuch der Universität der Bundeswehr in Neubiberg im Landkreis München die Einrichtung in Schutz. 

Nach rechten Parolen

Von der Leyen nimmt Bundeswehr-Uni in Schutz 

Die Ministerin verspricht bei einem Besuch der Bundeswehr-Universität München, gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Grund sind zwei Soldaten, die wegen rechtsradikaler Sprüche entlassen wurden. 

München/Neubiberg - Angesichts laufender Untersuchungen gegen Studenten wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Bundeswehr-Universität in Neubiberg grundsätzlich in Schutz genommen. Zugleich sagte sie aber auch ein entschiedenes Vorgehen bei rechtsextremistischen Verdachtsfällen zu. Gegen einen ehemaligen Studenten der Universität wird ermittelt. Mehr dazu und dass der Mann gemeinsam mit weiteren Soldaten Verbindungen zu einer rechtsextremen Bewegung haben soll, lesen Sie auf merkur.de*.

Einige wenige Fälle von Rechtsextremismus

„Wir haben etwa 3000 Studierende hier. Und die ganz, ganz große Mehrheit sind fantastische junge Menschen, die mit großer Neugierde und Wissensdurst hier an der Uni studieren“, sagte die CDU-Politikerin am Freitag in Neubiberg (Landkreis München). Dabei gebe es „einige wenige Fälle“ mit Verdacht auf Rechtsextremismus, denen man nachgehe. „Auch wenn das eine ganz kleine Gruppe ist, nehmen wir diese Fälle sehr ernst“, betonte sie. Die Tatsache, dass die große Mehrheit tadellos ihr Studium absolviere, sei „gerade ein Grund, dass wir umso konsequenter diejenigen verfolgen, die nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen“.

Zwei Offiziersanwärter hatten die Uni zuletzt wegen rechtsradikaler Sprüche verlassen müssen. In weiteren Verdachtsfällen liefen die Untersuchungen noch, sagte von der Leyen, darunter sei auch ein Verdachtsfall gegen einen Ausbilder. Gegen einen ehemaligen Studenten ermittelt inzwischen die Münchner Staatsanwaltschaft, wie ein Sprecher der Behörde am Freitag bestätigte. 

ch/dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Britische Medien lästern über Angela Merkel: Pikantes Foto bei Besuch in Kindergarten
Ein recht harmloser Besuch im Kindergarten sorgt bei britischen Medien für Furore. Während Angela Merkel mit Kindern spielt, achten viele auf ein Detail im Hintergrund.
Britische Medien lästern über Angela Merkel: Pikantes Foto bei Besuch in Kindergarten
Merkel: Vertrauen verloren durch rüde Töne im Asylstreit
Die Kanzlerin macht demnächst ein paar Tage Urlaub. Doch bevor sich die vom Streit mit Seehofer gezeichnete Regierungschefin eine Auszeit gönnt, gibt sie noch einmal den …
Merkel: Vertrauen verloren durch rüde Töne im Asylstreit
Maas warnt vor Umdeutung der Symbole des NS-Widerstandes
Vor 74 Jahren wollten deutsche Offiziere den Krieg beenden und Hitler stürzen. Doch das Attentat scheiterte und die Nazis nahmen blutige Rache. Nun wird wie jedes Jahr …
Maas warnt vor Umdeutung der Symbole des NS-Widerstandes
Auswärtiges Amt entschärft Reisehinweise für die Türkei
Berlin (dpa) - Nach den Wahlen und der Aufhebung des Ausnahmezustands in der Türkei hat das Auswärtige Amt die Reisehinweise für das bei deutschen Touristen beliebte …
Auswärtiges Amt entschärft Reisehinweise für die Türkei

Kommentare