Langfristiger Einsatz der Bundeswehr

Von der Leyen zu Afghanistan: "Werden noch länger bleiben"

Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet mit einem langfristigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

"Wir werden gemeinsam noch länger bleiben müssen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). Das Einsatzende hänge von der Entwicklung der Lage in Afghanistan ab. Die Einschätzung erfolge gemeinsam mit den Verbündeten. Einen deutschen Alleingang werde es nicht geben.

"Deutschland ist nicht alleine reingegangen und wird nicht alleine rausgehen", sagte von der Leyen den Zeitungen. Es gebe zwar "etliche hoffnungsvolle Entwicklungen" in dem Land, vieles aber liege noch "im Argen". "Gerade in Afghanistan sollte man nicht im Monats-Rhythmus denken", sagte von der Leyen.

Vor wenigen Tagen hatte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), nach einem Truppenbesuch in Afghanistan gesagt, die Sicherheitslage im Land habe sich "dramatisch verschärft". Auch er zeigte sich überzeugt, dass die Bundeswehrsoldaten noch lange Zeit am Hindukusch gebraucht werden.

Die Nato hatte ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende 2014 offiziell beendet. Die Nachfolgemission "Resolute Support" soll die einheimischen Sicherheitskräfte bei ihrem Kampf gegen Extremisten unterstützen, dabei geht es vorrangig um Beratung und Ausbildung.

Die Nato-Staaten haben 12.000 Soldaten in Afghanistan, die Mandatsobergrenze für die Beteiligung der Bundeswehr liegt derzeit bei 980 Soldaten.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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