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Von der Leyen in Afghanistan.

Verlustreichste Mission der Geschichte

Von der Leyen überrascht mit heiklem Vorhaben: Mehr Soldaten für Afghanistan-Mission? 

Einsatz ohne Ende? Eigentlich wollte die Bundeswehr aus Afghanistan abziehen. Nun fordert die Verteidigungsministerin eine Diskussion über eine erneute Truppenaufstockung. Das Vorhaben ist heikel.

Masar-i-Scharif/Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will im Bundestag bald über eine Aufstockung der Truppe in Afghanistan diskutieren. „Mir sagen die Soldaten, aber vor allem die Ausbilder: Wir haben genug Ausbilder, wir könnten aber deutlich mehr machen, wenn wir bessere Schutzkomponenten hätten, mehr Schutzkräfte“, sagte die CDU-Politikern am Dienstag bei ihrem Besuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif.

Von der Leyen in Afghanistan.

 

„Jetzt ist es so, dass Aufträge liegen bleiben, das bedauern die Soldaten hier.“ Ob dazu eine Anhebung der Mandatsobergrenze nötig ist und damit wieder mehr Bundeswehrsoldaten in das kriegsgeplagte Land geschickt werden könnten, ließ sie offen. Man wolle so breit und so gut wie möglich innerhalb des Rahmens des Mandates die Ausbildung der afghanischen Kräfte vorantreiben, sagte von der Leyen.

Sicherheitslage massiv verschlechtert

Der Bundestag hatte den Einsatz erst vergangene Woche um drei Monate verlängert und muss sich im Frühjahr wieder damit befassen. 56 Bundeswehr-Soldaten sind in Afghanistan seit 2002 ums Leben gekommen - das macht die Mission zur verlustreichsten in der Geschichte der Truppe.

Von der Leyen in Afghanistan.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in diesem Jahr massiv verschlechtert. Die Nato will deshalb wieder mehr Truppen an den Hindukusch schicken; die USA haben zudem weitere Truppen mit eigenem Mandat im Einsatz.

Es mangelt an Schutzkräften

Derzeit sind knapp 1000 deutsche Soldaten in Afghanistan im Einsatz, die meisten in Masar-i-Scharif im Norden des Landes. Davon sind nur wenige Dutzend für die Beratung und Ausbildung der afghanischen Streitkräfte abgestellt. Die anderen kümmern sich um die Verwaltung der Ausbildungsmission. Die Berater werden von Schutzkräften begleitet, an denen es aber offenbar mangelt.

dpa/Video: Glomex

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