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Ursula von der Leyen.

Wiederaufbau

Von der Leyen will deutsche Blauhelme nach Syrien schicken

Berlin - Nach einem Ende des jahrelangen Bürgerkriegs in Syrien sollten nach Auffassung der Verteidigungsministerin die Vereinten Nationen den Wiederaufbau organisieren und die Zivilbevölkerung beschützen.

Bei dem Neuanfang müssten sich dann „alle“ in den UN beteiligen. „Auch wir werden dann gefragt sein“, sagte Ursula von der Leyen(CDU) der „Welt am Sonntag“. Auch an einer Mission von Blauhelmsoldaten werde sich Europa wohl beteiligen müssen - und damit auch Deutschland. „Wenn wir wirklich Sicherheit für die Menschen bei uns in Europa und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft wollen, müssen wir auch bereit sein, den Strukturen, denen wir vertrauen, die entsprechenden Mittel an die Hand zu geben“, sagte sie.

Die Verteidigungsministerin betonte, dass es nur eine politische Lösung für den Konflikt in Syrien geben könne. Die deutsche Position sei dabei "umso bedeutender, je mehr von uns auch erwartet werden kann, dass wir uns an allen Aspekten der späteren Stabilisierung des Landes einbringen werden, der humanitären, der wirtschaftlichen und auch der sicherheitspolitischen".

Im März 2011 war es in Damaskus im Zuge der Aufstände in anderen arabischen Ländern erstmals zu größeren Protesten gekommen. Die Regierung ging damals mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Daraus entwickelte sich der Bürgerkrieg, in dem mittlerweile rund 400 000 Menschen getötet wurden.

dpa/afp

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