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Ein Maßband zum Herunterzählen: Vor allem Fachkräfte und Spezialisten nutzen die abschlagsfreie Rente mit 63. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbol

Vor allem Fachkräfte nutzen die Rente mit 63  

Nürnberg (dpa) - Die abschlagsfreie Rente mit 63 nutzen nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor allem Fachkräfte und Spezialisten. Hilfskräfte nähmen dagegen die Möglichkeit eines vorgezogenen Ruhestands ohne Rentenkürzung kaum in Anspruch.

Darauf weise eine Analyse von Beschäftigtenzahlen seit dem Start der Neuregelung im Juli 2014 hin, teilte die Bundesagentur mit. Über die Analyse hatte zuerst die "Rheinische Post" berichtet.

Nach BA-Erkenntnissen sank die Zahl der regulär Beschäftigten ab 63 von Juni bis September 2014 um knapp 23 600. Davon seien 18 430 als Fachkräfte, 2199 als Spezialisten und 829 als Experten beschäftigt gewesen. Nur 751 hätten zuletzt als ungelernte Arbeiter ihr Geld verdient.

Auch seien im dritten Quartal - also direkt nach dem Start der Rentenneuregelung - mit 18 430 deutlich mehr Männer als Frauen mit 63 aus dem Berufsleben ausgeschieden. Wirtschaftsverbände klagen seit längerem, die Rente mit 63 verschärfe den Fachkräftemangel.

Nach BA-Informationen gingen bei der Deutschen Rentenversicherung bis Ende April 2015 rund 300 000 Anträge auf abschlagsfreie Rente mit 63 ein. Die Folge: der langjährige aufwärtsgerichtete Trend bei den Beschäftigten ab 63 mit einem regulären Job kehrte sich in den ersten acht Monaten seit der Einführung der Rente um. Von Juni 2014 bis März 2015 sank die Zahl um knapp 40 000. Die Zahl der Arbeitslosen zwischen 63 und 65 ging in dem Zeitraum sogar um rund 66 700 oder knapp 55 Prozent zurück, berichtete die Bundesagentur.

Analyse der Bundesagentur zu Auswirkungen der Rente mit 63

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