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Stephan Weil hat die Union attackiert: „Mancher, vor allem in der CSU, sitzt noch immer auf einem hohen Ross.“

„Sitzen immer noch auf hohem Ross“

Vor GroKo-Verhandlungen: SPD-Politiker Weil greift Union an

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Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat die Union und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview angegriffen. Wie wird sich das auf die anstehenden Gespräche auswirken?

Berlin - Die Verhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD über eine große Koalition haben nicht begonnen und doch gibt es bereits Streit. Vor allem die Sozialdemokraten halten mit Kritik an ihrem möglichen Koalitionspartner nicht zurück, so wie jetzt auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. 

Gegenüber der „Welt am Sonntag“ sagte Weil: „Ohne die SPD geht nichts. Das sollte sich auch die Union klar machen.“ Der SPD-Politiker kritisiert vor allem einzelne Politiker: „Mancher, vor allem in der CSU, sitzt noch immer auf einem hohen Ross.“

Sondierungsgespräche sollen im Januar starten

Die Sondierungsgespräche zwischen den Parteien sollen im Januar starten. Das wurde nach einem Treffen der drei Parteien am Mittwoch bekannt gegeben. Weil sagte dazu, es müsse klar sein, wo die Reise hingehe: „Wir brauchen keine Spiegelstrich-Diskussionen, keine 300-Seiten-Papiere, sondern lange Linien.“

Kanzlerin Angela Merkel warf er eine Mitschuld an den gescheiterten Sondierungsgesprächen mit der FDP vor: „Diese Bruchlandung hat nicht nur FDP-Chef Christian Lindner zu verantworten, sondern auch Merkel.“ Sie habe bei den Gesprächen über eine Koalition mit FDP und Grüne „hunderte eckige Klammern zugelassen“. Die Verhandlungen seien aus dem Ruder gelaufen, so Weil weiter.

SPD-Politiker Kelber nennt CSU „kackfrech“

Auch SPD-Politiker Ulrich Kelber attackierte am Freitag die CSU über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Kackfrech fordert die CSU bessere Grenzkontrollen an der Ost- und Westgrenze Deutschlands. Dabei sind derzeit massenhaft BundespolizistInnen zB aus NRW nach Bayern abkommandiert und fehlen im Westen.“

Tweet

Doch auch von der Union kommen bereits kritische Worte gegenüber dem möglichen Regierungspartner. So kündigte Jens Spahn an: „Kompromisse mit der SPD müssen auf Basis des Regelwerks von CDU und CSU entstehen.“ Diese Abwehrhaltung zeigte sich auch schon gegenüber den neuen sozialen Projekten der Sozialdemokraten. So lehnte die Union zum Beispiel den Vorstoß der SPD nach einer Abschaffung der Bürgerversicherung kategorisch ab.

Alles rund um die Verhandlungen zwischen Union und SPD, können Sie auch hier in unserem Live-Ticker nachlesen

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