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Kultusminister Ludwig Spaenle.

Neuer Leiter der Gymnasialabteilung 

Vor Start des G9: Personalrochade im „Kumi“

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München – Ausgelöst durch die langwierige Krankheit eines hohen Ministeriumsmitarbeiter hat Kultusminister Ludwig Spaenle mehrere Leitungsposten in seinem Ministerium neu besetzt.

Auch der Chef der Gymnasialabteilung wechselt – das symbolisiere pünktlich zum Einstieg in das G9 einen gewissen Neuanfang, sagen Kenner der Materie.

Walter Gremm war seit 2006, also über zehn Jahre, Leiter der Gymnasialabteilung. Jetzt wechselt er mit gleichen Bezügen an die Spitze der Volksschulabteilung. Von dort ist der bisherige Leiter Stefan Graf an die Spitze der einflussreichen Abteilung II (Haushalt) gerückt. Nachfolger von Gremm wird sein Stellvertreter Adolf Präbst. Obwohl schon über 60, könne er „für einen konzeptionellen, kommunikativen und atmosphären Neuanfang“ stehen, heißt es.

Präbst wird in den kommenden Jahren gut zu tun haben – das G9 steht in den Startlöchern. Nach dem politischen Grundsatzbeschluss steht nun das Kleinklein von Detailorganisation und Stundenverteilung an. Im Ministerium sind dazu drei Arbeitsgruppen für die Erstellung der Stundentafeln, die neue 11. Jahrgangsstufe sowie die Oberstufe gegründet worden. Auch Verbände sind in den Arbeitsgruppen vertreten.

Erklärter Wille von Spaenle ist es, dass kein Fach schlechter gestellt werden darf als bisher. Zudem soll die politische Bildung gestärkt und in der 11. Klasse ein wohl zweistündiges Fach Informatik neu eingerichtet werden. Walter Baier, Leiter des Gymnasiums in Bruckmühl und vorsitzender der Bayerischen Direktorenvereinigung, nennt den Zeitplan „sehr ambitioniert“. Die Stundentafeln müssten kurz nach den Pfingstferien stehen, damit danach die Arbeiten für notwendige Lehrplanänderungen beginnen könnten. Welche Fächer echte Gewinner werden, könne sich bald zeigen. „Viele Möglichkeiten wird es hier aber wohl nicht geben“, schränkt Baier in einem Rundbrief ein. „Eventuell wird sich bei einigen, die sich jetzt einen großen Wurf’ erwarten, eine gewisse Enttäuschung breitmachen.“ Baier betonte auch, dass die Schulleiter mehr Leitungszeit erwarten – im Klartext: eine weitere Stelle in den Schuldirektoraten. Die Belastung sei derzeit „mehr als ärgerlich“. 

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