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Mehr als 40 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, die meisten Asylbewerber würden in ihrer Heimat gar nicht verfolgt. Foto: Thomas Frey/Archiv

Studie zeigt:

Viele haben Vorbehalte gegen Asylbewerber

Berlin - Trotz eines allgemeinen Rückgangs rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung sind Ressentiments gegen bestimmte Gruppen wie Asylbewerber oder Langzeitarbeitslose nach wie vor weit verbreitet.

Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung hervor. Rund 60 Prozent der Bürger stimmen demnach der Aussage zu: "Wer irgendwo neu ist, sollte sich erst mal mit weniger zufriedengeben."

Mehr als 60 Prozent meinen nicht, dass der Staat großzügig bei der Prüfung von Asylanträgen sein sollte. Mehr als 40 Prozent sind der Ansicht, die meisten Asylbewerber würden in ihrer Heimat gar nicht verfolgt.

Langzeitarbeitslosen schlagen ebenfalls starke Ressentiments entgegen. Fast die Hälfte der Bürger unterstellt ihnen, sie seien nicht wirklich interessiert daran, einen Job zu finden. Mehr als 60 Prozent finden es "empörend, wenn sich die Langzeitarbeitslosen auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen".

Auch anderen Gruppen gegenüber - wie Muslimen oder Sinti und Roma - gibt es verbreitete Vorbehalte. Offen rechtsextreme Einstellungen sind in den vergangenen Jahren dagegen deutlich zurückgegangen. Für die Studie wurden zwischen Juni und August rund 2000 Bürger befragt.

dpa

Studie "Fragile Mitte - Feindselige Zustände"

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