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Andre Wächter (links) mit seinem AfD-Stadtrats-Kollegen Fritz Schmude, der sich selbst als "Islamkritiker" bezeichnet.

"Pegida"-Debatte

AfD-Bayern-Chef: Islam ist nicht unser Hauptthema

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Mancher in der AfD setzt darauf, dass die Partei von den "Pegida"-Protesten profitieren könnte. Der bayerische Parteichef André Wächter ist da anderer Meinung.

Das Thema Islam ist André Wächter nahe. Er sitzt quasi neben ihm. Im Münchner Stadtrat ist Wächter einer von zwei Stadträten. Der andere ist Fritz Schmude, der sich selbst als "Islamkritiker" bezeichnet und jüngst auf einer Münchner Pro-Pegida-Demonstration ein Plakat mit der Aufschrift "Freiheit statt Islam" hielt.

Wächter ist über ganz andere Themen in die Partei gekommen. Ihm geht es um den Euro, darum, dass die etablierten Parteien Steuergeld sorglos verprassen würden. Und: Er hat die Sorge, dass die Islam-Debatte in der AfD zu viel Raum einnehmen könnte. "Für die AfD wäre es langfristig schlecht, wenn unsere Hauptthema, die Eurokritik, von der Islamkritik überlagert würde", sagte Wächter jetzt im Gespräch mit dem Münchner Merkur. "Wir haben viele andere Themen."

Von den etablierten Parteien abgrenzen will sich Wächter in der Diskussion aber trotzdem. "Wir müssen über den Islam reden", sagte er. "Nicht wie die großen Parteien, die sich dieser Diskussion verweigern."

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