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Waffengesetze in den USA: Überblick und Entwicklung

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Halbautomatische Gewehre im CJI Guns Store in Tucker, Georgia, USA.
Aufgrund der Waffengesetze in den USA ist der Zugang zu Pistolen und Gewehren vergleichsweise leicht. © Erik S. Lesser / picture alliance / dpa

Im Vergleich zu Deutschland sind die Waffengesetze in den USA sehr locker. Gefühlt hat jeder Amerikaner Pistolen oder Gewehre. Tatsächlich besitzen jedoch „nur“ 22 % der Bürger Schusswaffen.

Fairfax County – Immer häufiger berichten deutsche Medien über Waffengewalt in den USA. Auch die Polizeigewalt ist ein Thema, wiederholt werden Verdächtige erschossen. Das liegt unter anderem daran, dass Waffen in den USA leicht zugänglich sind. Normale Bürger gelangen ebenso einfach an Pistolen und Gewehre wie Kriminelle. Das bedeutet nicht nur, dass bei Auseinandersetzungen schnell scharf geschossen wird. Die Polizei muss auch ständig damit rechnen, dass ihr Gegenüber bewaffnet ist und die Schusswaffe auch nutzt. Die Waffengesetze in den USA machen dies möglich.

Waffengesetze: In den USA regelt den Waffenbesitz die Verfassung

Die ursprüngliche Verfassung der USA vom 17. September 1787 enthält nur eine Einleitung und sieben Artikel. Die Amerikaner erkannten schnell, dass weitere Regelungen nötig waren. In der „Bill of Rights“ vom 15. Dezember 1791 erweiterten sie die Verfassung um zehn Artikel.

Der zweite Zusatzartikel bildet die Basis für die heutigen Waffengesetze in den USA und besagt übersetzt: „Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“

Das amerikanische Rechtssystem orientiert sich am britischen „Common Law“, nach dessen Tradition die Auslegung des Zusatzartikels auf viele Arten möglich ist. Daher ist strittig, wie leicht die Bürger Zugang zu Pistolen und Gewehren haben sollen und ob und wie weit das Recht auf Waffenbesitz eingeschränkt werden darf. Die Erweiterung der Verfassung lässt Interpretationsspielräume:

Waffengesetze in den USA: Weitere Regeln für Pistolen und Gewehre

Das Bundesrecht in den USA enthält noch weitere Waffengesetze. Dazu gehören:

Die meisten Bundesstaaten haben eigene Waffengesetze erlassen, so gilt z. B. in vielen Staaten der Brady Act als übernommenes, bundesstaatliches Gesetz weiter.

Reformen für die Waffengesetze in den USA scheitern

Immer wieder gab es Reformversuche für die Waffengesetze in den USA. Spätestens, seitdem es ab 2010 vermehrt zu Amokläufen kam, engagierte sich Barack Obama für Änderungen. Bisher ist jeder Versuch gescheitert. Die NRA (National Rifle Association) mit Sitz in Fairfax County als größter Sportschützenverband der USA hat eine starke Lobby und verhindert Reformen der Waffengesetze. Der Verband kooperiert mit der Waffenindustrie und beruft sich auf das in der Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz.

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