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Die von beiden Seiten vereinbarte Waffenruhe wurde in der Ostukraine zunächst noch von einzelnen Kampfhandlungen überschattet.

Straßenposten angegriffen 

Einzelne Gefechte trotz Waffenruhe

Lugansk  - Im Ukraine-Konflikt hat sich die von beiden Seiten ausgerufene Waffenruhe zunächst als brüchig erwiesen. Regierungskräfte warfen den prorussischen Separatisten den Beschuss von Straßenposten bei Slawjansk vor.

Dabei sei aber niemand verletzt worden, sagte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow am Dienstag.

Die Aufständischen beschuldigten ihrerseits das ukrainische Militär, Stellungen der militanten Gruppen bei Lugansk unter Feuer genommen zu haben. Es habe einen Toten und einen Verletzten gegeben. Die Separatisten hatten sich am Montag einer Feuerpause der Regierung angeschlossen. Die bis Freitag dauernde Waffenruhe soll zum Dialog genutzt werden.

Steinmeier für OSZE-Mission zur Überwachung der Waffenruhe

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich derweil für eine Überwachung der Waffenruhe in der Ostukraine durch die OSZE unter Beteiligung Russlands ausgesprochen. Voraussetzung dafür sei aber, dass die acht entführten Beobachter der OSZE freigelassen werden, sagte er am Dienstag nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew.

Steinmeier bewertet die Situation mit gedämpftem Optimismus. „Das ist ein Anfang, mit dem man jetzt weiter arbeiten muss“, sagte er. Es gebe Möglichkeiten für Veränderungen und Fortschritte, man dürfe die Chancen aber auch nicht überschätzen. „Das sind historische, vielleicht entscheidende Tage für die Ukraine“, betonte der Minister.

Steinmeier traf in Kiew auch Ministerpräsident Arseni Jazenjuk, den ostukrainischen Oligarchen Rinat Achmetow, und die OSZE-Vermittlerin Heidi Tagliavini. Sie hatte am Montag an den Gesprächen mit den Separatisten zur Vereinbarung der Waffenruhe teilgenommen.

dpa

Waffenruhe als Weg zum Frieden? Ukraine atmet auf

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