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Sahra Wagenknecht.

Keine Kandidatur

Wagenknecht will nicht mehr Stellvertreterin sein

Berlin - Sahra Wagenknecht zieht sich aus der Parteispitze der Linken zurück.

Wie Parteichef Bernd Riexinger am Montag in Berlin bestätigte, will die 44-Jährige auf dem Linke-Parteitag im Mai nicht mehr als stellvertretende Vorsitzende kandidieren.

„Wir respektieren natürlich ihre Entscheidung, sich auf die Fraktionsarbeit zu konzentrieren“, sagte Riexinger. „Wir sind absolut überzeugt, sie wird da eine bedeutende Rolle spielen, die wir auch unterstützen.“ Wagenknecht sei ein wichtiges Gesicht für die Linke.

Die 44-Jährige gilt als Wortführerin des linken Parteiflügels. Sie ist seit Mai 2010 stellvertretende Parteivorsitzende. Im November 2011 wurde sie außerdem zur Vize-Fraktionschefin gewählt. Damals verhinderte der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi, dass sie neben ihm zweite Vorsitzende wurde. Schon lange werden Wagenknecht Ambitionen nachgesagt, Gysi in der Fraktionsführung zu beerben - etwa gemeinsam mit Dietmar Bartsch in einer Doppelspitze.

Riexinger äußerte sich nicht zu möglichen Kandidaten für die Nachfolge Wagenknechts in der Parteiführung. Die Vorsitzende Katja Kipping erklärte, die Landesverbände würden bei der Personalbesetzung einbezogen. Demnächst wollen sich Bundes- und Landesvorsitzende treffen. „Wir wollen uns darüber verständigen, was für Ansprüche und Vorschläge es aus den Ländern gibt, und werden uns dann zu gegebener Zeit zu weiteren Personalien äußern“, sagte Kipping.

dpa

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