+
Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht nennt es „verantwortungslos“, dass Deutschland Saudi-Arabien bei der Ausbildung von Soldaten unterstützen will.

Linksfraktion stemmt sich gegen neues Abkommen

Wagenknecht kritisiert deutsches Training für saudische Militärs

Berlin - Die Linkspartei hat das Abkommen zur Ausbildung saudischer Militärs in Einrichtungen der Bundeswehr scharf kritisiert.

„Es ist völlig verantwortungslos, die saudische Kopf-ab-Diktatur bei der Ausbildung ihrer Soldaten zu unterstützen“, sagte Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht am Sonntag nach Angaben ihrer Partei. Eine entsprechende Übereinkunft zwischen den Verteidigungsministerien beider Länder war am Sonntag beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Saudi-Arabien unterzeichnet worden.

Wagenknecht warf der Bundesregierung vor, sie unterstütze die saudische Führung, um der deutschen Exportindustrie Aufträge zu verschaffen. Dabei wisse jeder, „dass die Saudis in Syrien und anderswo islamistische Terrorbanden hochrüsten und im Jemen einen blutigen Krieg führen, der schon zehntausend Zivilisten getötet hat und Hunderttausende mit dem Hungertod bedroht“.

Wie viele Auszubildende des saudischen Militärs nach Deutschland geschickt werden sollen, ist noch nicht bekannt. Auch ist unklar, aus welchen Bereichen des Militärs die Armeeangehörigen kommen sollen.

Nach Informationen des „Spiegels“ will das autokratisch geführte Königreich künftig keine Waffenlieferungen aus Deutschland mehr beantragen. „Wir akzeptieren die deutsche Zurückhaltung, was Exporte nach Saudi-Arabien angeht, wir kennen die politischen Hintergründe“, sagte Vize-Wirtschaftsminister Mohammad al-Tuwaidschri dem Magazin.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Kenias Opposition will das Wahlergebnis von vor rund einer Woche nicht anerkennen. Die Computer seien manipuliert worden, lautet einer der Vorwürfe. 
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Sein Anschlag tötete 14 Menschen und wollte offenbar noch viel mehr treffen - über den Attentäter von Barcelona gibt es mittlerweile nähere Erkenntnisse.   
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler zum Boykott bei der Bundestagswahl aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel übt an der Einmischung …
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“

Kommentare