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Sarah Wagenknecht ist stellvertrende Linken-Vorsitzende.

Nach Lafontains-Abgang deutlicher Rückgang

Wagenknecht: Linke braucht auch den Westen

Berlin - Die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat vor einer Vernachlässigung von West-Wählern gewarnt. Man brauche ein gutes Ergebnis in Gesamtdeutschland und nicht nur im Osten.

Die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat vor einer Vernachlässigung westdeutscher Belange im bevorstehenden Bundestagswahlkampf gewarnt. „Ein gutes Bundestagswahlergebnis kriegen wir nur, wenn wir auch ein gutes Ergebnis im Westen haben“, sagte sie der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montag). „Bei der letzten Wahl kam die Mehrheit unserer Wähler aus den alten Ländern. Wir dürfen auf keinen Fall im Westen Vertrauen verspielen, sondern müssen es im Gegenteil ausbauen.“

Sie sollen die Linke künftig führen

Das ist die Linken-Führung

Die ostdeutschen Landes- und Fraktionschef hatten in der vergangenen Woche in einem Brief an die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger eine stärkere Berücksichtigung ostdeutscher Belange gefordert. Sie beklagten, dass sich die Mitglieder- und Finanzstärke der ostdeutschen Verbände personell und in der politischen Schwerpunktsetzung der Partei nicht ausreichend niederschlage. Wagenknecht ist zwar in der DDR aufgewachsen, hat ihren Wahlkreis aber in Düsseldorf und zählt zu den Wortführerinnen der westdeutschen Linken.

Wagenknecht hielt dagegen, dass bei der letzten Wahl die Mehrheit der Linken-Wähler aus dem Westen kam. „Wir dürfen auf keinen Fall im Westen Vertrauen verspielen, sondern müssen es im Gegenteil ausbauen“, sagte sie. Wagenknecht ist zwar in der DDR aufgewachsen, hat ihren Wahlkreis aber in Düsseldorf und gilt als eine Wortführerin der westdeutschen Linken.

Parteichef Bernd Riexinger sprach sich gegen eine regionale Schwerpunktsetzung im Wahlkampf aus. „Wir machen einen gesamtdeutschen Wahlkampf, wir sind auch eine gesamtdeutsche Partei“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Der Linke hatte am Wochenende auf einer Klausurtagung erstmals über die Strategie für die Bundestagswahl 2013 beraten und Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn mit der Organisation des Wahlkampfs beauftragt. Der frühere Landesparteichef von Sachsen-Anhalt trat am Montag einem Medienbericht entgegen, nach dem er wegen eines Kompetenzstreits in der Parteiführung vor dem Rücktritt gestanden habe. „Ich bin fest entschlossen, einen kraftvollen und erfolgreichen Wahlkampf für die Linke zu organisieren“, erklärte er.

dpa

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