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Wurden schon heiß gehandelt als nächster Bundespräsident (im Uhrzeigersinn); Frank-Walter Steinmeier, Norbert Lammert, Wolfgang Schäuble und Andreas Voßkuhle.

GroKo könnte heute Kandidaten küren

Wahl zum Bundespräsidenten: Wird heute der Wunsch-Kandidat abgesägt?

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Berlin - Beim Koalitionsgipfel am Donnerstag im Kanzleramt ist es DAS heiße Thema: Wer kandidiert im Februar als Bundespräsident? Einer könnte abgesägt werden - obwohl er der absolute Wunsch-Kandidat der Deutschen ist. 

Update vom 9. Februar 2017: Jogi Löw sitzt für die Grünen in der Bundesversammlung und Veronica Ferres für die CDU. Nun stehen sämtliche Namen fest. Wir haben bereits alle Prominenten zusammengefasst, die in der Bundesversammlung 2017 den Bundespräsidenten wählen.

Die Spitzen der Großen Koalition kommen am Donnerstagmittag in Berlin zusammen. Die Nachfolge des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck steht zwar nicht offiziell auf der Tagesordnung, trotzdem besteht Redebedarf: Wer soll Deutschlands nächster Bundespräsident werden? Dass CDU, CSU und SPD sich bei ihrem Treffen auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, gilt als unwahrscheinlich. Es könnte sich aber entscheiden, welcher der Anwärter, über die spekuliert wird, rausfliegt. 

Mehrere SPD-Politiker haben zuletzt AußenministerFrank-Walter Steinmeier (SPD) für das Amt vorgeschlagen. Der erfüllt eigentlich alles, was die Stellenbeschreibung verlangt: Er ist ein erfahrener Politiker und starker Charakter, sein Wort hat in der Gesellschaft Gewicht. Und: Die Mehrheit der Deutschen wünscht ihn sich laut einer repräsentativen Umfrage als Bundespräsident. In Zeiten, in denen das Land angesichts der umstrittenen Flüchtlingspolitik und der aufstrebenden AfD gespalten wirkt, sind das wichtige Attribute.

Jedoch: Ein führender Kopf der SPD, wie es Steinmeier ist, wird innerhalb der Union kaum die nötige Unterstützung finden. Die Union hat innerhalb der Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten am 12. Februar wählt, die Mehrheit. Da dürfte sie kaum einsehen, warum sie einen SPD-Mann freiwillig in Deutschland höchstes Amt heben sollte. Vor allem nicht im Jahr der Bundestagswahl.

Welche Namen könnten am Donnerstag im Kanzleramt noch fallen? Norbert Lammert (67) gilt bei vielen als geeigneter Kandidat, und er ist auch überparteilich akzeptiert. Doch der Bundestagspräsident stellte schon Mitte August klar, dass er kein Interesse hat. Bei der Feier zu 500 Jahre Reinheitsgebot war er "Bierbotschafter" und erklärte in seiner Rede: "Das ist nicht das erste, aber das letzte bedeutende Amt, das ich in meiner politischen Laufbahn freiwillig annehme." Aber ist er damit schon endgültig aus dem Rennen? 

Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach brachte außerdem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (73) ins Gespräch. Schäuble sitzt seit 44 Jahren im Parlament und genießt seit der Griechenland-Krise auch international großes Ansehen. Doch er gilt schon innerhalb der Union als umstritten -  von der SPD und den Grünen ganz zu schweigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will jedenfalls eine Kampfabstimmung zwischen Union und SPD vermeiden, heißt es. Sie wünscht sich einen "unparteiischen" Kandidaten mit breiter Unterstützung. Das dürfte schwierig werden. Von einem hat sich die Große Koalition bereits eine Abfuhr geholt: Andreas Voßkuhle, Präsident der Bundesverfassungsgerichts, hat es abgelehnt, für Deutschlands Top-Position zu kandidieren. Unwahrscheinlich, dass er sich doch noch überreden lässt. Es fehlt ein neuer Name - vielleicht eine anerkannte Persönlichkeit aus der Wissenschaft? Am Donnerstag könnte sich das Kandidaten-Roulette weiterdrehen.

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