Beteiligung bislang niedriger als 2009

Wahl läuft in Bayern nur schleppend an

München - Der Bundestags-Wahlkampf ist vorbei, jetzt haben die Wähler das Wort. In Bayern wird mit Spannung erwartet, ob die CSU an ihren Erfolg bei der Landtagswahl anknüpfen kann.

Bei der Bundestagswahl deutet sich in Bayern ein leichter Rückgang bei der Wahlbeteiligung an. In den Wahllokalen der größeren Städte des Freistaats machten bis zum frühen Nachmittag noch weniger Wähler ihr Kreuz als bei der Bundestagswahl 2009 - damals hatte die Beteiligung ihren bisherigen Tiefststand erreicht. Allerdings steht dem nach Angaben der Wahlämter ein leichtes Plus bei der Briefwahl gegenüber.

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In Nürnberg wählten bis 14.00 Uhr einschließlich Briefwahl 41,9 Prozent der Wahlberechtigten. Vor vier Jahren waren es zur gleichen Zeit 44,9 Prozent. In Augsburg lag der Andrang in den Wahllokalen vier Prozentpunkte unter dem Niveau von 2009. „Wenn es sich so hält, würde das bedeuten, dass die Beteiligung insgesamt ein bis zwei Prozentpunkte zurückgehen würde“, sagte der Leiter des Augsburger Bürgeramtes, Klaus Sulzberger. In München war das Interesse in den Wahllokalen ebenfalls schwächer, mit Briefwahl war die Landeshauptstadt laut einer Stichprobe vom frühen Nachmittag aber leicht im Plus.

Bei der Bundestagswahl 2009 hatte die Wahlbeteiligung in Bayern am Ende einen Negativ-Rekord von 71,6 Prozent erreicht. Damit lag der Freistaat allerdings immer noch etwas über dem Bundes-Durchschnitt.

In Bayern wird insbesondere mit Spannung erwartet, ob die CSU an ihren Triumph bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag anknüpfen kann und ob die FDP im Freistaat nun mehr als fünf Prozent der Stimmen holt. Die Bundestagswahl vor vier Jahren war für CSU und SPD ein Desaster gewesen: Die CSU hatte im Freistaat lediglich 42,5 Prozent geholt, die SPD nur 16,8 Prozent.

dpa

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