Schweriner Schloss: Der Landtagssitz des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern
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Schweriner Schloss: Der Landtagssitz des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Neues Parlament wird gewählt

Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Hier können Sie jetzt den Test machen

  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
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Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern entscheidet sich, wer fünf Jahre lang regieren wird. Der Wahl-O-Mat kann bei der Wahl-Entscheidung helfen.

  • Am 26. September 2021 finden die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern statt.
  • Der Wahl-O-Mat hilft Nutzer:innen dabei, ihre Ansichten mit den zur Wahl stehenden Parteien abzugleichen.
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Schwerin - Zeitgleich mit der deutschen Bundestagswahl wird in zwei Bundesländern ein neues Landesparlament gewählt. Am 26. September 2021 steht (neben Berlin) auch in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl an. Über eine Million Bürger in 36 Landtagswahlkreisen werden dazu aufgerufen, ihre Stimme für die Zusammensetzung einer neuen Landesregierung abzugeben.

Alle Infos zur Landtagswahl 2021 in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie in unserem News-Ticker.

Wie sieht es mit den derzeitigen Prognosen aus? Im Vorfeld der "Meckpomm"-Wahl deutet sich aufgrund der vergangenen Wahl sowie der jüngsten Umfragewerte ein ziemlich spannendes Rennen um den Landesvorsitz an. Die wesentlichen Fragen erscheinen: Bleibt die SPD weiterhin an der Macht? Kann die CDU die AfD als zweitstärkste Kraft wieder verdrängen? Und können die bundesweit gewichtigen Grünen ihre parlamentarische Abstinenz beenden? Weitere Umfragen, Live-Daten und Zahlen finden Sie in unserem Ergebnis-Text mit allen wichtigen Grafiken im Überblick.

Wahl-O-Mat Mecklenburg-Vorpommern: Parteiprogramme mit Ansichten abgleichen

Jüngsten Trends zufolge bahnt sich eine Weiterführung der Rot-Schwarzen Koalition als die wahrscheinlichste Variante an, laut Infratest dimap. Dahinter folgt die Chance einer Rot-Rot-Grünen Landesregierung. Dabei spielt eine maßgebliche Rolle, dass jede der Parteien im Vorfeld eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen hat, um ein Szenario ähnlich wie 2020 in Thüringen zu vermeiden.

Bedeutend sollte für wählende Personen sein, dass sie einen möglichst fundierten Wissensstand mit Blick auf ihr Kreuzchen besitzen. Der Wahl-O-Mat für Mecklenburg-Vorpommern ist eine gute Möglichkeit, die Parteiprogramme mit den individuellen Vorstellungen abzugleichen und gegebenenfalls eine tiefere Recherche vorzunehmen.

2002 startete der erste Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung als Pilotprojekt zur damaligen Bundestagswahl. Mit über drei Millionen Abrufen war die Premiere ein Erfolg, knapp zwei Jahrzehnte später ist das Informationsangebot bei politisch Interessierten vor Wahlen eine Pflicht. Bislang konnte man bereits bei über 50 bedeutenden Wahlen in Deutschland und Europa seine Ansichten mit jenen der Parteien abgleichen.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ab wann ist er verfügbar?

Seit seiner Entstehung wird der Wahl-O-Mat ständig weiterentwickelt - sowohl inhaltlich als auch bezüglich Design. Seit 2009 können sich zur Wahl zugelassene Parteien an dem Tool beteiligen, seit 2011 gibt es den Wahl-O-Mat auch als App für Smartphones. Kontinuierlich wird die Software um überarbeitete Funktionalitäten erweitert, mit deren Hilfe die Nutzerinnen und Nutzer ihre Recherche weiter vertiefen können. So kann beispielsweise die Auswahl der Parteien eingegrenzt werden, oder die Themengewichtung verlagert.

Worauf sich die Wähler beim Wahl-O-Mat der Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern freuen dürfen: Die zuständige Bundeszentrale für politische Bildung vollzieht für das „Superwahljahr 2021“ eine weitere Optimierung und stellt neben einem veränderten Design auch „ganz neue Features“ in Aussicht. Diese sollen User dazu einladen, sich mit den Ergebnissen des Daten-Tools „spielerisch“ auseinanderzusetzen und die jeweiligen Thesen der Parteien kann man sich angeblich noch genauer betrachten. Wann wird das neue Tool für das Bundesland freigeschaltet? Am 26. August 2021. Gleichzeitig zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern geht auch der Wahl-O-Mat zur Berlin-Wahl online. Doch auch hier gilt der Hinweis, dass der Wahl-O-Mat lediglich eine Hilfestellung leisten soll und keine Empfehlung, was Sie schlussendlich auf dem Stimmzettel ankreuzen.

Klicken Sie hier, um zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zu gelangen.

Wahl-O-Mat Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelles Landesparlament (nach der Wahl 2016)

Bereits seit vor der Jahrtausendwende ist die SPD in Mecklenburg-Vorpommern die stärkste Kraft und stellt seitdem auch durchgehend den Ministerpräsidenten. Aktuell bekleidet Manuela Schwesig als erste Ministerpräsidentin das Amt, nachdem Parteigenosse Erwin Sellering im Mai 2017 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Doch auch die Nachfolgerin erkrankte schwer, im vergangenen Jahr konnte sie den Kampf gegen Krebs gewinnen.

2016 wurden bei der vergangenen Landtagswahl die Sozialdemokraten mit knapp über 30 Prozent gewählt, während die AfD bei ihrer ersten Teilnahme direkt über 20 Prozent der Stimmen erhielt und in der Wählergunst auf Platz zwei landete. Dieser Entwicklung mussten CDU, Linke und Grüne mit Verlusten Tribut zollen, für Letztere sowie die FDP reichte es nicht zum Einzug in das Parlament. Das setzt sich in der aktuellen Legislaturperiode folgendermaßen zusammen:

  • SPD: 26 Sitze
  • CDU: 18 Sitze
  • AFD: 14 Sitze
  • Die Linke: 11 Sitze
  • Fraktionslos: 2 Sitze

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: Die Spitzenkandidaten der größten Parteien

Wenn am 26. September in „Meckpomm“ ein neues Landesparlament zusammengesetzt wird, kandidieren sechs Anwärter für das Amt des Ministerpräsidenten bzw. der Ministerpräsidentin. Die Auflistung (sortiert nach Wählerstimmen 2016):

  • SPD: Manuela Schwesig
  • AfD: Nikolaus Kramer
  • CDU: Michael Sack
  • Linke: Simone Oldenburg
  • Grüne: Anne Shepley
  • FDP: René Domke

Die Wahlbeteiligung war vor fünf Jahren übrigens im Vergleich zu vorher gestiegen: 61,9 der wahlberechtigten Bürger gaben an der Urne oder per Briefwahl ihre Stimme ab. Falls Sie noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen haben sollten, dann können Sie sich hier informieren, was Sie nun tun können. (PF)

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